Laichingen bewirbt sich für „Lokalen Online-Marktplatz“

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Laichingen bewirbt sich für den Ideenwettbewerb „Lokalen Online-Marktplatz“.
Laichingen bewirbt sich für den Ideenwettbewerb „Lokalen Online-Marktplatz“. (Foto: pr)

Fristgerecht haben die Stadt Laichingen und die Gemeinden Berghülen, Merklingen, Nellingen und Westerheim in einem kommunalen Verbund das Interesse an der Teilnahme am Wettbewerb beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bekundet. Die Bewerbung muss letztlich bis zum 31. Juli eingereicht werden. In Merklingen gab es schon ein Votum: „Wir beteiligen uns, wenn sich mehrere beteiligen“, war das Schlusswort von Bürgermeister Sven Kneipp (parteilos) bei der Diskussion im Rat. Ein positives Signal gab es auch aus Nellingen. Berghülen und Westerheim sprechen noch darüber.

Ohne große Diskussion und mit einem einstimmigen Votum: Die Mitglieder des Laichinger Gemeinderates haben sich in ihrer Sitzung am Montagabend für die Teilnahme am Ideenwettbewerb „Lokaler Online-Marktplatz“ ausgesprochen. Das Angebot des Landes Baden-Württemberg stieß auf große Zustimmung – verbunden mit Hoffnung.

„Der Einzelhandel steht zunehmend unter Druck“, meinte Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann (parteilos). Gleichzeitig sei der Einzelhandel so wichtig und entscheidend für das Mittelzentrum auf der Alb. „Doch wir sind gemeinsam mit der Wirtschaftsvereinigung auf einem guten Weg“, so das Stadtoberhaupt. Bereits im vergangenen Jahr habe sich in Laichingen ein Team, bestehend aus Vertretern der Wirtschaftsvereinigung und der Stadt, zum Arbeitskreis „Online-Handel“ zusammengeschlossen und intensiv über die Zukunft des Laichinger Einzelhandels nachgedacht. Ziel sei, Möglichkeiten zu finden, jene Chancen, die sich wiederum online bieten, in den stationären Handel zu integrieren. Der Ideenwettbewerb des Landes sei eine Chance, wie Digitalisierung die regionalen Märkte und somit auch den hiesigen Handel stärken könnte. Es gehe dabei nämlich auch um Dienstleistungs- und Informationsangebote.

Die Höhe des möglichen Förderbetrags orientiert sich an der Konzeption und kann laut Kaufmann bis zu 200 000 Euro betragen. Die Einreichungsfrist für die Bewerbung endet am 31. Juli. Um die Chancen auf eine Förderung zu erhöhen, wurden auch Kommunen des Umlandes gefragt, ob sie sich eine gemeinsame Teilnahme vorstellen können – darunter beispielsweise Berghülen, Merklingen, Nellingen und Westerheim. Einige positive Beschlüsse aus den Kommunen gab es schon. Ein Grund mehr für Laichingen, ebenfalls aktiv zu werden.

Das sagt die Laichinger Allgemeine Bürgerliste (LAB): Der Fraktionsvorsitzende Bernhard Schweizer machte es kurz: „Die LAB steht voll hinter dem Antrag.“ Es stehe das richtige Engagement dahinter.

Das möchte die CDU: „Für Dienstleistungen sehe ich wirklich eine Chance“, so Willi Schwenkschuster. Ein solcher Online-Markt könne gut für Werbung und Information sein.

Rückfrage bei der Initiative Gemeinsam engagiert für Laichingen (IGEL): Fraktionsvorsitzende Gisela Steinestel erklärte, dass sie die Bewerbung, das Ziel hinter dem Wettbewerb sowie das Konzept für eine „gute Idee“ hält. „Aber was, wenn die Bewerbung abgelehnt wird?“, fragte sie nach.

Kaufmann zeigte sich optimistisch: „Wir haben ein klasse Konzept.“ Bestärkung gab es auch von Harry Titos von der Wirtschaftsvereinigung. Natürlich bedeute es einiges an Arbeit und finanziellen Mitteln für die teilnehmenden Betriebe. Hemmschwellen seien vorhanden, doch der Online-Marktplatz könne zu einer großen Chance werden.

Fristgerecht haben die Stadt Laichingen und die Gemeinden Berghülen, Merklingen, Nellingen und Westerheim in einem kommunalen Verbund das Interesse an der Teilnahme am Wettbewerb beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bekundet. Die Bewerbung muss letztlich bis zum 31. Juli eingereicht werden. In Merklingen gab es schon ein Votum: „Wir beteiligen uns, wenn sich mehrere beteiligen“, war das Schlusswort von Bürgermeister Sven Kneipp (parteilos) bei der Diskussion im Rat. Ein positives Signal gab es auch aus Nellingen. Berghülen und Westerheim sprechen noch darüber.

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