Immer mehr Stechmücken: Das hilft gegen Stiche

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Eine Mücke saugt Blut aus dem Arm.
Eine Mücke saugt Blut aus dem Arm. (Foto: Pleul)

Die Hitze drückt und auch der Spaziergang im Wald ist kein Vergnügen. Der Grund: Stechmücken und Bremsen. Dr. Theodor Gonser, der Leiter des Fachdienstes Gesundheit beim Landkreis, weiß um die Problematik: „Ich bin ja nicht nur Arzt, sondern auch Vater und auch Betroffener.“ Durch die derzeit lang andauernde Hitze habe es eine enorme Zunahme der Tiere gegeben. „Das merkt jeder sofort“, meint Gonser und hat einige Tipps gegen die Stechmücken.

Wenig Angriffsfläche bieten

„Wichtig ist, immer ein leichtes Shirt zu tragen und sich zu bedecken. So bietet man den Tieren weniger Angriffsfläche. Also Arme und Beine bedecken“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Er empfiehlt zudem, helle Kleidung zu tragen. „Dunkle Sachen ziehen die Mücken an. Das ist ein Erfahrungswert“, so Gonser.

Hilfreich sei auch, sich nach dem Sport schnell runter zu kühlen. „Warme Haut und Schweiß ziehen nämlich ebenfalls an“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes. Nach einer sportlichen Anstrengung sollte also schnell die Abkühlung erfolgen – im Baggersee oder auch in der Dusche.

Geruch und Blutgruppe sind entscheidend

Manche Menschen scheinen bevorzugt gestochen zu werden. „Das liegt zum einen am individuellen Geruch und auch an der Blutgruppe. Wenn die Mücken die Auswahl haben, nehmen sie natürlich die Personen, die für sie am besten riechen“, zeigt Gonser auf. Ansonsten sei es den Tieren egal.

Wer Stichen vorbeugen möchte, habe mehrere Möglichkeiten. Es gebe Creme und Spray mit Geruchsstoffen, die abweisend wirken. „Das ist natürlich eine Prophylaxe – besonders wichtig für Personen, die auf Stiche allergisch reagieren“, so Dr. Theodor Gonser. Wer gestochen wurde, könne natürlich auch diverse Gels zur Kühlung einsetzen. „Da sollte man sich vom Arzt oder dem Apotheker beraten lassen“, meint der Leiter des Fachdienstes Gesundheit beim Landkreis. Es gebe allerdings auch das eine oder andere Hausmittel. Um den Schmerz zu lindern, seien kaltes Wasser oder auch ein Essigumschlag hilfreich. „Ein Haushaltsessig reicht dabei völlig aus“, meint Gonser.

Zitrone, Lavendel oder Basilikum

Es könne aber auch noch mehr getan werden, um den Tieren Herr zu werden. „Generell sollten Gartenbesitzer keine Brutstätten fördern – also volle Gießkannen stehen lassen oder auch kleine Tümpel anlegen. Hitze und Wasser benötigen die Stechmücken, um sich wohlzufühlen und dann vermehren sich die Tiere enorm schnell“, sagt der Arzt. Dr. Theodor Gonser weiß aber auch: „Letztlich sind und bleiben die Stechmücken lästig.“

Tomatenpflanzen, Rosmarin, Lavendel, Zitrone oder Basilikum: „Es gibt keine Wissenschaft dazu, aber Erfahrungswerte. Mit diesen Pflanzen kann man sich die Tiere vom Hals halten.“

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