Geschichtsverein legt neues Fotobuch vor

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Schwäbische Zeitung

Der Laichinger Geschichtsverein bringt ein neues Fotobuch heraus. Dieses Mal widmet man sich der Feldstetter Straße und der Himmelreichgasse im Wandel der Zeiten.

Seit 2017 machte Karl Sautter Fotos für das neue Buch. Der Arbeitskreis „Straßen“ des Geschichtsvereins Laichinger Alb hat die Geschichte der Straßen, der Häuser und ihrer Bewohner erforscht und unter seiner Leitung das Material zusammengetragen. Mitgearbeitet haben dabei Hans Frank, Walter Karas und Angelika Weiß. Der Geschichtsverein schätzt sich glücklich, inmitten des von Corona erzwungenen Stillstands der Vereinsarbeit ein solches Zeichen des Weiterarbeitens setzen zu können.

Himmelreichgasse war eine Kalktrasse

Die eingangs abgebildete Karte von 1848 zeigt, dass die Feldstetter Straße sich im Laufe der vergangenen rund 170 Jahre in Bezug auf ihren Verlauf sich nicht verändert hat, ebenso die Himmelreichgasse. Geändert haben sich die Straßenbezeichnungen und der Straßenbelag. So wurde beispielsweise das Kalksträßlein 1933 gepflastert.

Völlig verändert haben sich die angrenzenden Häuser. Der Wandel im Stadtbild ist deutlich: Um 1900 zeigte sich Laichingen als Dorf. Hundert Jahre später ist der Übergang zur ländlichen Kleinstadt deutlich zu sehen.

Vor 90 Jahren nur Bauernhöfe und Handwerker

Auf 63 Seiten werden 144 Fotos gezeigt. Sie dokumentieren das gewandelte Stadtbild ebenso wie den wirtschaftlichen und sozialen Wandel. An der Feldstetter Straße und der Himmelreichgasse waren vor rund 90 Jahren noch zahlreiche Bauernhöfe zu sehen. Beeindruckend ist vor allem die Zahl und die Vielfalt von hier ansässigen Handwerkern, die heute verschwunden sind: eine Schmiede, eine Wäscherei und Bleicherei, die Messerschmiede Hiller, ein Schuhmacher, eine Wagnerwerkstatt, eine Holzsägerei, eine Sattlerei und Tapeziererei, eine Schreinerei, eine Bäckerei und Mosterei, eine Näherei.

Wo einst die Linde und das Käppele standen

Gezeigt wird auch das erste Laichinger Krankenhaus im Jahr 1907, seine Erweiterung 1935 und das Arzthaus, das später zu einem Schwesternwohnheim wurde. Beide mussten 1995 dem Pflegezentrum weichen. Verschwunden ist auch die namensgebende Parkanlage mit ihrer mächtigen Linde und einer Kapelle („Käppele“). Dort pflegte man am Anfang und am Ende einer Reise zu beten.

Bestellt werden kann das Fotobuch nur telefonisch bei Rolf Riek unter der Rufnummer 07333/4414. Es kostet 35 Euro. Bei Bestellungen bis zum 10. Dezember kann das Buch noch vor Weihnachten bezogen werden.

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