Exponate von Maria Waltner vermitteln Lebensfreude in der Bücherei

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 Platziert sind die Exponate in interessanten Winkeln der Bücherei.
Platziert sind die Exponate in interessanten Winkeln der Bücherei. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 20. Oktober zu den üblichen Zeiten der Stadtbücherei.

Humorvolle, skurrile, gebogene und gekleisterte Objekte aus Pappmaschee erwarten derzeit den Betrachter in der Stadtbücherei. Die Kunstwerke von Maria Waltner bringen die Leichtigkeit des Lebens zwischen die Buchregale – und die Besucher der Ausstellung zum Schmunzeln.

Vor Kurzem war die Künstlerin zu einer Vernissage aus Tübingen in die Laichinger Stadtbücherei gekommen. Petra Rösch-Both von der Volkshochschule, die die Künstlerin nach Laichingen eingeladen hatte, führte in die Ausstellung ein.

Die präsentierten Figuren zeigen sich in verschiedenen Situationen und Alltagshandlungen. Da ist zum Beispiel eine Frau in der Badewanne, die ein Handtuch um den Kopf gewickelt hat und sich gemütlich die Beine rasiert. Maria Waltners erstes Kunstobjekt, mit dem sie eine ganz besonders innige Beziehung verbindet. Oder, ebenfalls aus Pappmaschee, unter dem Titel „sich fliegen lassen“, eine Frau mit Luftballon, die halb zur Seite fallend gleichzeitig davonfliegt.

Todesanzeigen in der Zeitung

Beim Schreddern der Zeitungen verbringe sie immer ganz besonders viel Zeit, weil ihr Blick immer wieder an den Zeitungsberichten, Überschriften und Todesanzeigen hängenbleibe, sagte die Künstlerin. Das Alltägliche, schon Vergangene und gestern noch so Wichtige erinnere sie an die flüchtigen Momente, aus denen unser Leben bestehe. Mit ihren Figuren wolle sie diese Momente einfangen.

Spaß spricht aus ihren Werken

Maria Waltner, 1974 in Tübingen geboren, wo sie auch lebt und ihr eigenes Atelier hat, besuchte Bildhauerkurse in Frankreich. Ab 2003 begann sie mit dem freien Arbeiten und blieb in der Wahl ihrer Materialien experimentierfreudig. Doch Pappmaschee scheint der Werkstoff zu sein, der sich für die Ausdrucksformen und Eigenschaften vieler ihrer Arbeiten besonders gut eignet. Der Betrachter hat das Gefühl, die Kleisterin fügt zusammen, was zusammen will, und sie hat Spaß dabei.

Dieser Spaß spricht aus ihren Werken und überträgt sich an den Betrachter.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 20. Oktober zu den üblichen Zeiten der Stadtbücherei.

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