Ernst Joachim Bauer verlässt Gemeinderat

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 Ernst Joachim Bauer.
Ernst Joachim Bauer. (Foto: Archiv)
Redaktionsleiter

Die öffentliche Gemeinderatssitzung am heutigen Montag beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Ernst Joachim Bauer, seit fast 20 Jahren Mitglied des Laichinger Gemeinderats, scheidet vorzeitig aus dem Gremium aus. Er gehe diesen Schritt nur sehr ungern, sagt er, denn er habe „leidenschaftlich Kommunalpolitik gemacht“. Doch eine Erkrankung lasse ihm keine andere Wahl. Offiziell muss der Laichinger Rat seinem Ausscheiden erst noch zustimmen (soll am 24. September der Fall sein). Doch dies ist reine Formsache. Am Montag, 17. September, beschäftigt sich der Laichinger Gemeinderat mit Förderanträgen für Laichinger Sportstätten. Unter anderem wünscht sich die Stadtverwaltung einen Kunstrasenplatz für die Fußballer.

Eine prägende Figur verlässt den Laichinger Gemeinderat. Aus gesundheitlichen Gründen hat Ernst Joachim Bauer den Antrag gestellt, vorzeitig aus dem Rat ausscheiden zu dürfen. Auch der Sitzung an diesem Montag (ab 18 Uhr) wird Bauer nicht mehr beiwohnen. Er war Mitglied der Igel-Fraktion im Gemeinderat. Dass seine Ratskollegen Bauer diesen Wunsch verwehren, ist quasi ausgeschlossen. Schon in der Vergangenheit wurden ähnliche Anträge anderer, auch lang gedienter Gemeinderäte, immer positiv beschieden. Zuletzt hatte Kurt Wörner (CDU) darum gebeten, ihn aus dem Gremium zu entlassen.

Mit Bauer scheidet nicht nur einer der dienstältesten Gemeinderäte aus, sondern auch der älteste. Viele Jahre prägte er die Debatten innerhalb des Gemeinderats mit. Seine Beiträge waren nicht selten von brennendem Verve, manchmal auch von Polemik – im positiven Sinne – gekennzeichnet. Der SZ sagte der wortgewandte Bauer, dass es ihn furchtbar ärgere, nun ausscheiden zu müssen. Er habe stets „leidenschaftlich Kommunalpolitik gemacht“. Auch für jene, die ihm ihre Stimme gegeben haben, tue es ihm leid.

Bis zur nächsten Wahl

Entscheiden über den Antrag will der Rat am Montag, 24. September. Aus den Reihen der Kandidaten auf der Igel-Liste von der letzten Kommunalwahl wird ein Nachrücker den Platz Bauers am Ratstisch einnehmen. Das zunächst aber nur bis zur nächsten Kommunalwahl. Diese findet am 26. Mai 2019 statt.

In der Sitzung am Montag, 17. September, sollen die Räte grünes Licht geben, damit die Verwaltung Anträge im Rahmen eines Förderprogramms des Bundes für Sportstätten stellen kann. Diese sollen gestellt werden für die Sanierung des Bolzplatzes „Beim Käppele“, für die Sanierung der DSH, für die Umzäunung des Kleinspielfelds, für einen Kunstrasenplatz sowie für die Sanierung des Rasenplatzes (Waldstadion). Auf fünf Millionen Euro summieren sich diese Wünsche, wobei fast vier Millionen für die DSH draufgehen würden.

Die öffentliche Gemeinderatssitzung am heutigen Montag beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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