Doping-Verdacht: Alina Reh fühlt sich ungerecht behandelt

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Alina Reh bei der EM in Berlin.
Die Laichinger Läuferin Alina Reh (2. v. r.) bei der Heim-EM im Berliner Olympiastadion. Die spätere Drittplatzierte Meraf Bahta (2. v. l.) läuft neben ihr im gelben Trikot der Schweden. (Foto: Imago)
Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Die Laichinger Läuferin Alina Reh hat mit ihrem vierten Platz bei der Heim-EM in Berlin eigentlich ein Top-Ergebnis abgeliefert. Sie hatte allen Grund zur Freude gehabt. In der Mixed-Zone nach dem Rennen soll die 21-Jährige aber laut dem schwedischen Online-Sportportal „SportExpressen“ wütend geworden sein.

Grund dafür sollen aktuelle Doping-Ermittlungen gegen die EM-Drittplatzierte Meraf Bahta sein. Sie kam neun Sekunden vor der Läuferin des SSV Ulm 1846 ins Ziel. Demnach sollen der Schwedin Fehler bei einer Dopingkontrolle unterlaufen sein. Ein entsprechendes Urteil werde laut „SportExpressen“ in den kommenden Wochen erwartet. Es sei wohl auch möglich, dass Meraf Bahta im Nachgang der Europameisterschaft die am Mittwochabend errungene Bronzemedaille aberkannt wird.

Nachträglich Bronze? Reh: „Wäre traurig“

Als Alina Reh dies nach dem Rennen erfahren haben soll, habe sie laut „SportExpressen“ gesagt: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich werde ein bisschen wütend, wenn ich es höre, aber ich kann nichts ändern. Alles, was ich tun kann, ist auf mich selbst aufzupassen und sicherzustellen, dass ich sauber bin und meine Dopingkontrollen mache.“ Und wenn die Laichingerin dafür aber nachträglich Bronze bekommt? „Es wäre sehr traurig“, wird Alina Reh zitiert.

Wie bereits im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ soll sie zudem erneut die Nicht-Europäer kritisiert haben, die trotzdem bei einer Europameisterschaft an den Start gehen dürfen: „Alles ist hier ein wenig verwirrend. In der Startelf stehen mehrere Kenianer und man fragt sich: Warum bist du hier und nicht in einer WM?“, wird Alina Reh zitiert.

Die Drittplatzierte Meraf Bahta kommt gebürtig aus Eritrea. Auch die Siegerin Lonah Chemtai Salpeter, die für Israel an den Start geht, hat afrikanische Wurzeln. Sie ist in Kenia geboren. 

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