Die Modernisierung des Wärmenetzes im Laichinger Schulzentrum ist angelaufen

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 So sieht die Heizzentrale im Albert-Schweitzer-Gymnasium mit den beiden neuen Gas-Brennwertkesseln aus.
So sieht die Heizzentrale im Albert-Schweitzer-Gymnasium mit den beiden neuen Gas-Brennwertkesseln aus. (Foto: Stadtverwaltung)
Schwäbische Zeitung

Die Arbeiten zur Modernisierung des Wärmenetzes am Laichinger Schulzentrum haben begonnen. Insgesamt werden Kosten von 1,3 Millionen Euro investiert.

Zum Hintergrund: Die Mitglieder des Gemeinderates haben in ihrer Sitzung im April dieses Jahres die Firma Karl Lausser aus Pilgramsberg mit den Arbeiten beauftragt. Anfang Juli dieses Jahres startete das Unternehmen mit der Umsetzung, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Laichingen. Die Arbeiten seien jetzt in vollem Gange.

Das ist zu tun: Die Modernisierung umfasst laut Mitteilung zunächst die Demontage der bestehenden Gaskessel mit den Baujahren 1984 und 1987 in den Heizzentralen im Albert-Schweitzer-Gymnasium und der Jahnsporthalle sowie dann die Installation von zwei Gas-Brennwertkesseln mit jeweils einer 800 Kilowatt-Heizleistung im Untergeschoss des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Außerdem werden die Fernwärmepumpen und die Heizungsverteiler erneuert.

Der Jahreswärmeverbrauch lag im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 laut der Laichinger Stadtverwaltung bei 2.800.000 Kilowattstunden im Jahr (kWh/a). Davon konnten durch Biogas rund 2.000.000 kWh/a (also 71 Prozent) und durch Erdgas rund 800.000 kWh (gut 29 Prozent) gedeckt werden. Die Stadt strebe allerdings die Erhöhung des erneuerbaren Energieanteils auf 90 Prozent an.

Die angeschlossenen Gebäude: In den an das Wärmenetz angeschlossenen Gebäuden – Cube des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Anne-Frank-Realschule, Fächerbau, Erich-Kästner-Schule, Daniel-Schwenkmezger-Halle, Jahnhalle, Schwimmhalle und Krone-Kindergarten – werden zur Erhöhung der Energie-Effizienz und des Anteils der regenerativen Grundlastwärme erneuerungsbedürftige Anlagenteile ersetzt.

Dazu gehört neben der Erneuerung von Heizungspumpen und der Trinkwasserbereitung auch die Senkung der Rücklauftemperatur und die Verbesserung der Regelungstechnik. Durch die Konzentration der Wärmeerzeugung im Untergeschoss des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und die Auflösung des Sekundärnetzes wird zusammen mit der Systemtrennung in den einzelnen Gebäuden auch die Betriebssicherheit deutlich erhöht, teilt die Stadt mit.

Bauzeit und Gesamtkosten: Die Firma Lausser GmbH setze für die Modernisierungsarbeiten seit dem Baubeginn im Durchschnitt mehr als zehn Mitarbeiter ein und liege gegenwärtig innerhalb des Bauzeitenplans.

Die Fertigstellung der wesentlichen Leistungen ist für Mitte Oktober dieses Jahres geplant.

Die Inbetriebnahme ist nach Fertigstellung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik durch die Firma GIM System GmbH bis zum Beginn der nächsten Winterperiode vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich nach dem Kostenanschlag auf 1.309. 000 Euro brutto.

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