Das soll 2019 in Laichingen klappen – und das nicht

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Redaktionsleiter

Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann hat am Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt auf das Jahr 2019 eingestimmt.

Etliche Bürger, Vertreter von Vereinen, Schulen, Kirchen, Unternehmer, Stadt- und Kreisräte, sowie Berghülens Bürgermeister Bernd Mangold verfolgten das kurzweilige Programm in der Daniel-Schwenkmezger-Halle.

Mit Spannung erwartet worden war vor allem sein Ausblick auf das noch junge Jahr. In dem, so kündigte es das Stadtoberhaupt an, das von seiner Frau begleitet wurde, einige Probleme gelöst, beziehungsweise offene Frage geklärt werden sollen.

Kinderbetreuung

Wohl schon in der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag, 21. Januar, sollen sich die Stadträte (wieder) mit der Betreuung von Laichinger Kita- und Kindergartenkindern beschäftigen. Kaufmann kündigte ein „familien- und kindgerechtes“ Angebot an; und betonte, dass dies auch in Machtolsheim geschaffen werde.

Gewerbe-Entwicklung

Große Hoffnung scheint Kaufmann auf die Infoveranstaltung in Heroldstatt am 1. Februar zu setzen, bei der es in der Berghalle ab 18 Uhr um das geplante neue Gewerbegebiet zwischen Merklingen und Nellingen gehen soll. Aus Sicht des das Gebiet realisierenden Verbandes RSA (Region Schwäbische Alb) stehe, so Kaufmann, der Standort fest. Allerdings sei man zugleich offen für neue konstruktive Ideen. Kaufmann lud die Bürger aller zwölf am Verband beteiligten Kommunen ein, sich einzubringen. Dazu bestehe nun die Möglichkeit. Gleichzeitig wies er die in der SZ vom BUND geäußerte Kritik an dem Gebiet zurück und es stimme auch nicht, dass er „versprochen“ habe, dass dessen Größe für alle Zeiten auf 50 Hektar limitiert sei. Solche Änderungen seien die Angelegenheit künftiger Generationen, denen man nicht das Recht absprechen dürfe, sich nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln.

Bahnhof bei Merklingen

Das Projekt mache gute Fortschritte, was angesichts der Ende 2018 aufgekommenen Meldung von Mehrkosten, was allen Beteiligten „einen Schrecken eingejagt“ habe, auch wichtig sei. Kaufmann dankte namentlich dem anwesenden Landtagsabgeordneten Manuel Hagel (CDU), dass das Land diese übernehme (zehn Millionen Euro). Mit den im März/April startenden Ingenieurs-Bauarbeiten dürfte das Vorhaben endgültig nicht mehr aus der Bahn zu werfen sein. Verlegt werden dann die Gleise, und gebaut die Bahnsteige, die Treppentürme sowie die Fußgänger-Überführung. Kaufmann kündigte hierfür eine Grundsteinlegung in kleinerem Rahmen als beim Spatenstich an.

Radwege in der Stadt

In Auftrag gegeben hat die Verwaltung bereits die Erstellung eines Radwege-Konzepts zunächst für die Kernstadt. Demnächst soll, so Kaufmann, die Festlegung konkreter Schritte folgen; unter Einbeziehung der Öffentlichkeit.

Neuer Wohnraum

Laichingen soll ein neues Wohngebiet bekommen. Die Vorbereitungen, um den Grunderwerb tätigen zu können, liefen derzeit „auf Hochtouren“, so Klaus Kaufmann. Noch in diesem Frühjahr will die Verwaltung erste Ergebnisse präsentieren können. Und auch in Feldstetten tue sich was: Mit einer geänderten Landesbauordnung sollen bestehende, aber nicht mehr aktive Hofstellen neuen Baumöglichkeiten in dem Laichinger Teilort in absehbarer Zeit nicht mehr im Weg stehen können. Die weitere Erschließung des Suppinger Gebiets „Falge“ sei ja auch schon auf den Weg gebracht.

Trotzdem: Baustellen bleiben

Ausführlich ging Kaufmann auf die nach wie vor ungelöse Frage ein, wie die Weiterentwicklung des Schulzentrums bezahlt werden soll. Er präsentierte am Sonntag eine neue Idee. Aus seiner Sicht sollte es in das Schulgesetz des Landes geschrieben werden, in welcher Form sich Umlandgemeinden an Investitionen in zentral gelegenen Schulen beteiligen müssen. Hier dürfe das Land die Kommunen nicht im Stich lassen, ansonsten würde auf kommunaler Ebene nur Porzellan zerschlagen. Dieser Vorstoß lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass es zwischen Laichingen und dem Umland keine weiteren Fortschritte gegeben hat. Und Kaufmann äußerte zumindest Verständnis dafür, dass Gemeinden, wenn sie nicht müssen, freiwillig kaum Geld für „Externes“ ausgeben möchten. Wobei im Fall der weiterführenden Laichinger Schulen die auswärtigen Schüler teils bis zu 70 Prozent aller Schüler stellten. Der Laichinger Schultes wünscht sich ein zügiges Handeln der Landespolitik, was er abermals Manuel Hagel (auch seine Parteifreundin Ronja Kemmer, MdB, war vor Ort) mit auf den Weg gab. Es sei aus seiner Sicht „kein großer Aufwand“, ein solches Gesetz einer Finanzierung-Beteiligung zu machen.

Eher schlecht stehen laut Kaufmann aktuell die Chancen, doch noch einen Vollanschluss der neuen A8-Anschlussstelle bei Hohenstadt zu bekommen. Allerdings habe er die Zusicherung des Landes, dass – wenn die Zahlen zunehmen – eine Nachrüstung der Anschlussstelle möglich sei. Dies werde er auch noch schriftlich bekommen vom Landesverkehrsministerium.

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