Das nächste „Shades of Grey“ aus Feldstetten?

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«Fifty Shades of Grey»
Das Erotik-Buch „Fifty Shades of Grey“. (Foto: DPA)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

Stammt der nächste Welterfolg à la Fifty Shades of Grey aus der Feder zweier deutscher Autoren. Peter Neuhäußer, der in Feldstetten seinen APP Verlag betreibt, hat die beiden unter Vertrag genommen. Deren neue Reihe, die im Herbst veröffentlicht werden soll, könnte ebenfalls einschlagen, vermutet er.

Wie beim Welterfolg von „Fifty Shades of Grey“ der britischen Autorin E. L. James spielt sich die Handlung der im Herbst erscheinenden neuen Reihe ebenfalls zum Großteil unter der Decke ab. Auch die Protagonisten sollen ähnlich ticken. „Er ein reicher Geschäftsmann, sie eine junge unerfahrene Frau“, erzählt Peter Neuhäußer der SZ. Auf den Markt kommen soll die Reihe der beiden – na klar – Autorinnen, die er unter Vertrag genommen hat, unter dem Titel „The Plaza Manhattan“. Und noch eine Parallele zur großen E. L. James gibt es: Entdeckt hat Neuhäußer deren Werk im Internet, besser gesagt im Forum für sogenannte Fanfiction. Auch E. L. James veröffentlichte die erotischen Zeilen von „Fifty Shades of Grey“ zunächst in eben diesem Forum. Fans der dort geposteten Lektüre tauschen sich darin aus, kommentieren, was ihnen gut und weniger gefällt. Eine Art Testballon quasi für den Buchmarkt. Reicher Geschäftsmann, der eine junge Frau verführt: Hört sich an, als hätten sich die beiden Autorinnen von „The Plaza Manhattan“ inspirieren lassen von „Fifty Shades of Grey“? Nicht wirklich, sagt Peter Neuhäußer. Denn die Story sei eine andere. Erscheinen soll der erste Band von „The Plaza Manhattan“ als E-Book, aber auch in gedruckter Form. Die Künstlernamen der Autorinnen: Emily Key und Maria O’Hara.

Eine große Fangemeinde

Was Neuhäußer, der aus Berlin stammt, zuversichtlich hinsichtlich des Erfolges stimmt, sei der Umstand, dass „The Plaza Manhattan“, als Auszüge noch im Internet zu lesen waren, sogar mehr Fans hatte als seinerzeit „Fifty Shades of Grey“ – „rund eine Million.“ Auch seine Frau Anke, Künstlername Kera Jung, schreibt Bücher und veröffentlicht diese im Feldstetter Verrlag, aber auch im Internet. Sie hat eine große Fangemeinde.

Sollte „The Plaza Manhattan“ tatsächlich ähnlich erfolgreich werden wie die „Fifty Shades“-Romanze, besteht dann aber nicht die Gefahr, dass die beiden Autorinnen zu einem größeren Verlag abwandern? Nein, sagt Peter Neuhäußer. „Die Autoren haben für die gesamte Reihe unterschrieben.“

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