Das Christkind ist „voll schlau“: Keiner sieht es

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Suela (von links), Mona, Malea, Jona, Bastian, Frida und Acelya von der Kindertagesstätte Bleichberg freuen sich auf Heiligabend
Suela (von links), Mona, Malea, Jona, Bastian, Frida und Acelya von der Kindertagesstätte Bleichberg freuen sich auf Heiligabend. (Foto: Kroha)
Schwäbische Zeitung
Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Weihnachten, das Fest der Liebe, ist vor allem auch das Fest für die Kleinen: Geschenke, Familie und leckeres Essen. Doch es steckt natürlich noch viel mehr dahinter. In der Kindertagesstätte Bleichberg haben uns Vier- und Fünfjährige erzählt, was sie über Weihnachten wissen und wie es bei ihnen zu Hause gefeiert wird:

Wenn der Baum steht, geschmückt ist und alles bereit steht, würde Malea gerne Pizza essen – ihr Lieblingsessen. Ob es das auch tatsächlich bei ihr an Heiligabend geben wird, das weiß sie noch nicht. Ein Blick auf den Einkaufszettel ihrer Mutter soll Klarheit schaffen: „Da schreibt sie immer drauf“, erklärt die Fünfjährige. „Aber der ist aus Filz und man kann es immer wieder wegradieren.“ Nicht auf Mamis Einkaufszettel, sondern auf ihren Wunschzettel hat Malea dieses Jahr geschrieben: zwei Barbies. Ihre Wünsche habe ihre Mama zur Post gebracht. „Ich bin gespannt und freue mich“, sagt Malea. Denn am schönsten an Weihnachten sind, na klar: die Geschenke.

Bei Acelya steht der Weihnachtsbaum schon längst. „Ich und meine Schwester haben ihn aufgebaut“, sagt sie. Doch der Baum nadelt nicht, es ist ein künstlicher – „mit Weihnachtskugeln: rot, lila, weiß, gold“, beschreibt ihn die Fünfjährige: „Der Baum ist größer als ich.“ Ihren Geschenkewunsch – eine komplette Skiausrüstung – hat sie ihren Eltern mitgeteilt mit der Bitte: „Die sollen dem Weihnachtsmann sagen, dass er es bringen soll.“ Warum Weihnachten gefeiert wird? „Weil Jesus da geboren ist.“

Das weiß die vierjährige Frida auch: „Da ist das Christkind geboren.“ Sie wünscht sich ein Hochhaus von Playmobil und ein Baumhaus von Hasbro. Die Geschenke bringt natürlich das Christkind, das sie schon einmal gesehen hat – zumindest den weißen Flügel. Weil zu Hause rund ums Fest immer viel los ist, erzählt sie, wird der Christbaum immer erst ganz spät gekauft. „Im vergangenen Jahr haben wir den letzten Baum gekauft und der war schief“, sagt sie.

Suela, die jüngere Schwester von Acelya, hat zu Weihnachten nur einen Wunsch: „Eine Micky Maus zum Kuscheln.“ Die hat sie in einem „Buch“ ausgesucht und dann ihren Eltern gesagt. Warum Weihnachten gefeiert wird? „Weil Jesus Geburtstag hat“, sagt sie.

Eine Micky Maus so groß bis hoch zum Himmel hätte Mona auch gerne. Noch mehr wünscht sie sich zu Weihnachten die Puppe Annabell. „Die kann essen, trinken – und man muss die Windeln wechseln“, sagt sie. Den Christbaum hat Papa aufgestellt, das sei schließlich Männerarbeit. Weihnachten werde gefeiert, weil Maria und Josef einen Engel getroffen haben, weiß die Vierjährige. „Der hat gesagt, Maria bekommt ein Baby“ – das Christkind. Und das „kommt im Stall zur Welt.“

„Wegen dem Jesus“, wird Weihnachten gefeiert, sagt Jona. Und dann – sagt er mit einem Lächeln – „kommt das Christkind, Engel mit Flügeln“. Aber: „Das ist voll schlau. Keiner sieht es.“ Wenn Jona mit seiner Familie aus der Kirche kommt, liegen auf einmal die Geschenke unterm Baum. Sein Wunsch: ein ferngesteuertes Quad. Er wäre traurig, wenn das nicht kommt. Zum Glück gibt’s ja noch Plätzchen: Seine Lieblinge: Ausstecher in Form eines Hammers.

Bastian hätte gerne einen Polizeiwagen vom Christkind, das – so sagt er – fliegen kann. Es legt die Geschenke unter den „grünen, stachligen“ Baum, der bis unter die Decke reicht. Sogar die Spitze musste gestutzt werden. Dafür hängen jetzt aber Auto- und Feuerwehrkugeln dran.

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