Das Albbähnle
Das Albbähnle (Foto: SZ-Archiv)
Redaktionsleiterin

Die Laichinger Bahn war eine schmalspurige Nebenbahn der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (WEG) von Amstetten nach Laichingen, von der heute noch 5,7 Kilometer als Museumsbahn betrieben werden.

Das Ziel: besserer Absatz für lokale Produkte

Bereits in den 1870er-Jahren gab es den Wunsch, die auf der dünn besiedelten Albhochfläche liegenden Ortschaften Laichingen, Merklingen und Nellingen per Schiene zu erschließen. Die Gemeinden hofften auf bessere Absatzchancen ihrer Produkte, besonders Leinwebereien, da Flachs in großen Mengen auf der Albhochfläche angebaut wurde.

Im Juni 1900 erfolgte der erste Spatenstich, ein Jahr später war Laichingen erreicht.

Die polizeiliche Abnahme der Strecke erfolgte am 17. Oktober 1901, am 20. Oktober wurde die Bahnlinie mit vielen Feierlichkeiten und großem Zuspruch der Bevölkerung eröffnet.

1985 wird die Bahnstrecke Amstetten-Laichingen stillgelegt.
1985 wird die Bahnstrecke Amstetten-Laichingen stillgelegt. (Foto: SZ-Archiv)

Immer weniger Güterverkehr, fast ausschließlich Schülerverkehr und Änderungen bei der Mineralölsteuer hatten zur Folge, dass 1984 die Stilllegung beantragt wurde. Ein Jahr später wurden Personen- und Güterverkehr eingestellt. Das Albbähnle – der Name wurde verändert, weil die Bahn nicht mehr nach Laichingen rollte – verkehrt heute noch als Museumsbetrieb zwischen Amstetten und Oppingen.

Neuer Bahnhof in Planung

Ganz in der Nähe wird derweil der Bahnhof Merklingen/Schwäbische Alb gebaut. Er wird ein Regionalbahnhof an der Schnellbahnstrecke von Stuttgart nach Ulm. Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und der von den Kommunen auf der Alb für dieses Projekt gegründete Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ haben den Bau des Bahnhofs im Jahr 2016 vertraglich vereinbart.

Der neue Bahnhof wird gerade gebaut.
Der neue Bahnhof wird gerade gebaut. (Foto: Drenovak)

Der Bahnhof soll für die wirtschaftliche und demografische Entwicklung wichtige Impulse geben. Der Bahnhof soll voraussichtlich mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Ende 2022 in Betrieb genommen werden.

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