Brunnen ermöglicht Zugang zu sauberem Trinkwasser

Impression vom Brunnenbau mit der Inbetriebnahme.
Impression vom Brunnenbau mit der Inbetriebnahme. (Foto: Privat)
Redaktionsleiterin

Viel Freude und die so wichtige Möglichkeit, helfen zu können: Im Rahmen der Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“ konnten 953 833 Euro verbucht werden. Im Sommer 2020 hatten Leserinnen und Leser bereits 141 612 Euro für notleidende Menschen im Irak gespendet. Eine Summe, die zeigt, was Solidarität bedeutet. Zum Vergleich: In der Spendenkampagne im Jahr 2019 waren 644 000 Euro gespendet worden. 94 lokale Projekte konnten insgesamt von „Helfen bringt Freude“ profitieren – darunter auch Vorhaben aus Laichingen, Westerheim und Römerstein.

Erstmals war der Verein Charité Togo aus Laichingen dabei. Dessen Vorsitzende Julia Stadelmaier hat nun freudige Nachrichten, schickt Bilder vom Wasserprojekt im Dorf Sandal Kopé im Kanton Yokelé im Südwesten Togos. „Dieses konnten wir in der vergangenen Woche sehr erfolgreich abschließen. In dieses Projekt floss ein Teil der Spende aus der Weihnachtsspendenaktion ,Helfen bringt Freude’. Zudem hatten wir Unterstützung durch den ,Hand in Hand Fonds’ von Rapunzel und der Deutschen Umwelthilfe“, erzählt Stadelmaier und erklärt: „Im Rahmen des Projektes haben wir auf dem Dorfplatz in Sandal Kopé einen etwa 63 Meter tiefen Brunnen gebohrt. Das Wasser für den täglichen Gebrauch schöpften die Dorfbewohner bislang aus stehenden Gewässern oder aus dem drei bis fünf Kilometer entfernten Brunnen des Nachbardorfes“.

Der Brunnen.
Der Brunnen. (Foto: PR)

Der neue Brunnen, welcher mit einer Handpumpe ausgestattet worden sei, biete der Bevölkerung nun einen wohnortnahen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem wurden im Rahmen des Projektes zwei mobile Händewaschstationen im Dorf installiert, um die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Diese werden mit dem Wasser aus dem Brunnen gespeist.

„Unser Partnerverein OSV-Togo hielt zudem eine Präventionsveranstaltung im Dorf ab und schulte die Dorfbevölkerung in Kleingruppen in der Prävention von Infektionskrankheiten wie Durchfallerkrankungen oder auch COVID-19. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Brunnens wurde ein Wasserkomitee im Dorf gegründet, welches mit der Verantwortung für den Brunnen – und für kleinere Arbeiten wie das Saubermachen – betraut ist“, berichtet Julia Stadelmaier.

Riesen groß war die Aufregung im Dorf, als im Februar die Zusage für das Projekt kam und ein Lastwagen mit Bohrer aus der Stadt Kpalimé anrollte.

Julia Stadelmaier

Sie erzählt weiter: „Riesen groß war die Aufregung im Dorf, als im Februar die Zusage für das Projekt kam und ein Lastwagen mit Bohrer aus der Stadt Kpalimé anrollte. Da das Dorf sehr abgelegen und nur über schlechte Zufahrtswege zu erreichen ist, hatten sich die Bewohner zusammengeschlossen, um mit ihren Buschmessern die Zufahrtsstraße zu erweitern. Emmanuel Togbe, Vorsitzender unseres Partnervereins OSV-Togo, berichtete uns auch von einem sehr emotionalen Moment, als der Bohrer sich 60 Meter durch das Gestein gearbeitet hatte und das erste Wasser an die Oberfläche schoss. Wahre Freudentänze wurden auf dem Dorfplatz aufgeführt. Viele Bewohner eilten auch nach Hause und holten Kanister und Schüsseln, um das Wasser aufzufangen“.

Wasser marsch: Dorfbewohner eilen herbei.
Wasser marsch: Dorfbewohner eilen herbei. (Foto: PR)

Es sei ein wirklich tolles und gelungenes Projekt: „Wir sind wirklich sehr zufrieden und möchten uns herzlich bei allen Spendern bedanken, die uns bei der Realisierung des Projektes unterstützt haben.“

Den verbleibenden Teil der Spende aus „Helfen bringt Freude“ werde Charité Togo für ein Projekt an der Grundschule im Dorf Tové Agbessia nutzen. „Dort soll in den nächsten Monaten eine Toilettenanlage mit Händewaschmöglichkeiten für die Schüler und Lehrer entstehen“, blickt Julia Stadelmaier hoffnungsvoll in die Zukunft.

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