Big Band hat für Laichingen Premiere dabei

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Voller Inbrunst bei Leonard Bernsteins „Somewhere“ (aus Westside Story): Stefan Eichenhofer und Yvonne Maiero.
Voller Inbrunst bei Leonard Bernsteins „Somewhere“ (aus Westside Story): Stefan Eichenhofer und Yvonne Maiero. (Foto: jei)
Schwäbische Zeitung
Jutta Eisenbeiß
Redaktionssekretärin

„Einwandfrei!“, „Das hat sich echt gelohnt“, „Schön war's“ und „Klasse!“ Sehr einig sind sich die Besucher des Konzerts der Iveco Big Band aus Ulm am Sonntagabend in der Daniel-Schwenkmezger-Halle in Laichingen nach Konzertende gewesen. Entsprechend belohnten sie die Musiker für ihren gelungenen Auftritt mit stehenden Ovationen, Pfiffen, Applaus und Zugaberufen.

Letztere kommentierte Bandleaderin Ute Konrad-Uhl verschmitzt: „Wir sind natürlich gänzlich unvorbereitet, ich glaube, das sagen alle Dirigenten und Bandleader.“ Und dirigierte dann zwei dieser „gänzlich unvorbereiteten“ Zugaben, die das Publikum mit erfreuten Rufen quittierte.

Bereits zum zweiten Mal gastierte die Iveco Big Band in Laichingen. Am Sonntagabend spielte sie zugunsten der Bürgerstiftung Laichinger Alb. „Es freut die Bürgerstiftung, ein schönes volles Haus zu sehen. Es gibt zwei gute Gründe, heute Abend hier zu sein: Zum Einen die phantastische Musik, zum Anderen tun Sie etwas Gutes, um die Bürgerstiftung weiter voranzubringen“, sagte Stiftungsvorstand Ralf Schiffbauer in seiner Begrüßung.

Die Iveco Big Band besteht aus 22 Musikern, mit hohem Bläseranteil aus Saxophonen, Klarinette, Posaunen, Trompeten und Flügelhorn, ergänzt durch E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Percussion und Piano als Rhythmusfraktion und die beiden Solosänger Yvonne Maiero und Stefan Eichenhofer. Eigentlich unfair, nur die Sänger namentlich zu nennen, zumal das Konzert mit vielen Instrumentalsoli gespickt war, die alle erwähnenswert wären, aber 22 Namen... das Schicksal der Instrumentalisten. Wer es genau wissen will: unter iveco-bigband.de sind alle Bandmitglieder zu finden und verstecken musste sich am Sonntagabend keiner, ein gutes Team, diese Big Band. Lateinamerikanische Stücke, romantische Balladen und typische Big Band-Klassiker standen auf dem Programm, das mit einer zirka zwanzigminütigen Pause etwa zweieinhalb Stunden dauerte. Sogar eine kleine spontane Premiere bekamen die rund 200 Zuhörer präsentiert.

Ute Konrad-Uhl kündigte „Beyond the sea“ von Robbie Williams an: „Am Donnerstag bei der Generalprobe meinte unser Sänger Stefan, wir könnten das doch auch mal auf Französisch machen. Für die Trompeter ist das natürlich kein Problem... aber Stefan liebt die Herausforderung.“ Er war dieser Herausforderung gewachsen.

Sein Swingen und die Spielfreude der Band übertrugen sich aufs Publikum. Die Auswahl aus ruhigen und schnelleren Stücken war gelungen, unter ihnen befanden sich viele alte bekannte, die man immer gerne hört wie „New York, New York“ von Frank Sinatra oder „Still got the Blues“ von Gary Moore – mal sanft und gefühlvoll dargeboten, mal swingend, mal rau.

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