Baywa-Silo fällt, Windmast erhält grünes Licht

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Der Abbruch der Siloanlage auf dem alten Baywa-Gelände hat begonnen.
Der Abbruch der Siloanlage auf dem alten Baywa-Gelände hat begonnen. (Foto: rau)
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Ein markantes Gebäude in Laichingen verschwindet, gleichzeitig werden Weichen gestellt für neue Bauwerke, die irgendwann wohl die Landschaft prägen werden. Der Laichinger Bauausschuss hat am Mittwoch dem Abbruch des ehemaligen Siloturms auf dem alten Baywa-Geländes zugestimmt. Gleichzeitig darf die Firma WPD (Bremen) einen Mast aufstellen, der Windgeschwindigkeiten misst. Seine Höhe: 140 Meter.

Hinter dem genehmigten Windmessmast steht ein „Millionenprojekt“ (Klaus Kaufmann am Mittwoch im Bauausschuss). Wie berichtet, will die auf Windräder spezialisierte Firma WPD aus Bremen nördlich des Stadtgebiets, im Bereich Weidstetten südlich der A8, drei Windräder errichten. Dies aber nur, wenn der Wind auch in ausreichendem Maße weht. Dies soll der Mast nun messen, er ist 140,35 Meter hoch. Die Baumwipfel wird er – wie später dann auch die Windräder – dadurch deutlich überragen. Zwei Jahre lang soll der Mast stehen und Daten sammeln. Ob an seiner Stelle direkt danach die Windräder errichtet werden, ist unklar. WPD ist (neben ausreichend Wind) nämlich auch angewiesen auf die Genehmigung der Anlagen durch das Landratsamt (Antrag soll im Frühsommer eingereicht werden), auf ein positives naturschutzrechtliches Gutachten und vor allem auf grünes Licht des Deutschen Wetterdienstes. Dieser befürchtet, dass sein bei Türkheim betriebenes Radar durch die Windräder gestört werden könnte.

Eines ist aber schon jetzt klar: Der zuletzt proklamierte Zeitplan kann nicht mehr eingehalten werden. Dieser sah vor, dass die Räder schon in diesem Jahr in Betrieb gehen könnten.

Gelände wird neu entwickelt

Fakten geschaffen werden dagegen in der Laichinger Heinrich-Kahn-Straße. Begonnen haben hier die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Baywa-Gelände. Diesen stimmte der Bauausschuss ebenfalls zu und sie erstrecken sich auf sämtliche Gebäude auf dem Grundstück. Abgerissen werden die alten Bürogebäude, der große Siloturm (in dem einst Getreide gelagert wurde) sowie die daran angebauten zylinderförmigen Stahltanks. Und was steckt dahinter? Die Baywa hat das Grundstück an zwei Grundstücksnachbarn verkauft, die darauf nach dem Abbruch ihren eigenen Geschäften nachgehen möchten.

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