Auch Jugendliche wählen

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Auch Jugendliche wählen (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Stolze 96 Prozent hoch ist die Wahlbeteiligung bei der simulierten Bundestagswahl an der Laichinger Erich-Kästner-Schule gewesen, der sogenannten „Juniorwahl“ am vergangenen Freitag. Eine Zahl, die in der Realität unerreichbar ist. Wie kam es dazu?

Erst mussten sich die Klassen neun und zehn zu der bundesweiten „Juniorwahl 2013“ anmelden. Die Bundestagswahl am Sonntag war das bestimmende Thema in den vier oberen Klassen seit Beginn des neuen Schuljahres.

Zunächst setzten sich die Schüler, die bei der richtigen Wahl ihre Stimmen noch nicht abgeben durften, mit der „Funktion und Bedeutung der Wahl in der Demokratie“ auseinander. Sie sollten erkennen, wie wichtig es ist, zur Wahl zu gehen, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Bei den nächsten Wahlen werden die heute 15- bis 17-Jährigen nämlich selbst wahlberechtigt sein (sofern sie Bundesbürger sind).

Anschließend befassten sich die Laichinger Schüler mit dem deutschen Wahlsystem auseinander. Schlüsselbegriffe: Erst-, und Zweitstimme, Sitzverteilung, Überhangmandate, die Zusammensetzung und Funktion des Bundestags. Danach ging es hauptsächlich um die Parteien und ihre Wahlprogramme.

Am vergangenen Freitag dann waren die „Wähler“ – alle Schüler der Klassen neun und zehn – zur Wahl aufgerufen. Jeder Schüler kam mit seiner Wahlbenachrichtigung und seinem Schülerausweis ins „Wahllokal“, ein umfunktionierter Computerraum. Dort warteten schon die „Wahlleiter“. Mit dem individuellen „Wahlschlüssel“, eine Art Code, ging es zur Online-Wahl. Die Ergebnisse der „Juniorwahl 2013“ werden bundesweit ausgezählt und noch veröffentlicht.

Christine Delmonte, Klassenlehrerin einer neunten Klasse und Initiatorin des Projekts in Laichingen: „Daraus soll Sicherheit und Selbstbewusstsein für unsere Schüler bei der nächsten Wahl resultieren.“

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