Als Gastschüler an das andere Ende der Welt

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 Die Gastschüler (von links): Levin Brunner, Sophia Morys, Nicklas Schneider, Greta Göttel, Simon Moroff, Maurice Stumpp und Elv
Die Gastschüler (von links): Levin Brunner, Sophia Morys, Nicklas Schneider, Greta Göttel, Simon Moroff, Maurice Stumpp und Elvira Dresley. Mit dabei, aber nicht auf dem Foto, ist auch noch Anika Buck. (Foto: PR)
Schwäbische Zeitung

Sechs Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Laichingen sind seit Januar über die Organisation „YougoNZ“ in Neuseeland und besuchen dort die High School in Whanganui, das auf der Nordinsel etwa 100 Kilometer von Wellington entfernt liegt. Untergebracht sind die Schüler bei Gastfamilien, die für die meisten Mädchen und Jungen zwischenzeitlich wie eine zweite Heimat sind. Die Menschen in Neuseeland und somit auch die Gastfamilien seien alle sehr freundlich und vieles laufe wesentlich entspannter als in Deutschland.

Unterricht ab 9 Uhr

Der Unterricht an der High School beginnt um 9 Uhr und endet um 15 Uhr. Die Klassen sind gemischt und bestehen aus Austauschschülern und einheimischen Schülern, somit ist klar, dass alles in der englischen Sprache abläuft. Die Unterrichtsfächer sind in Neuseeland vielseitiger. Das bedeutet, dass neben den Hauptfächern wie Mathe und Englisch viel Wert auf Sport, Gesundheit und Natur gelegt wird. Das Fach „Outdoor Education“ ist das Lieblingsfach bei den Schülern. In diesem Fach werden viele Ausflüge unternommen wie zum Beispiel Wandern, Surfen, Klettern, Kanufahren und viel wird über die Natur und die Maoris als Ureinwohner erklärt.

Wert auf Werte

Ansonsten werde in Neuseeland viel Wert darauf gelegt, Werte des täglichen Lebens zu vermitteln – in Fächern wie Psychologie, Ernährung, Natur. Außerdem werden als Fremdsprachen Französisch, Spanisch und Chinesisch unterrichtet.

In den Osterferien hatten die Schüler Gelegenheit, an einer zehntägigen Reise zur Südinsel teilzunehmen, was die meisten auch taten. So konnten sie auch Queenstown, den Milford Sound, Christchurch, die Tasman Bay, Kaikoura und andere schöne Orte auf der Südinsel besuchen.

Da die Whanganui High School Austauschschüler aus der ganzen Welt aufnimmt, haben die Laichinger Schüler Gelegenheit, Freundschaften mit jungen Menschen aus der ganzen Welt zu schließen.

Whanganui ist eine Stadt mit 40 000 Einwohnern und liegt an einem Pazifikstrand, außerdem verläuft durch Whanganui einer der größten Flüsse Neuseelands, der Whanganui River, der ein Eldorado für Kanufahrer ist. Im Moment ist in Neuseeland Herbst und da es in Neuseeland Pflicht ist, eine Schuluniform zu tragen, liegt seit April die Winter-Schuluniform bereit.

Schuluniform ist ein Muss

Die Schuluniform sei für alle gewöhnungsbedürftig, dennoch hätten die Laichinger auch die Vorzüge der Schuluniform erkannt: Die Kleiderwahl ist einfach und alle Schüler sind darin gleich.

Im Juli geht es zurück nach Deutschland. Das ist für einige eine gemischte Gefühlswelt: Sie freuen sich auf die Heimat mit Freunden und der Familie und dennoch ist es auch ein Abschied von neuen liebgewonnenen Menschen in Neuseeland. Da bleibe nur zu hoffen, dass es ein Wiedersehen nach der Schulzeit gebe.

Noch ein wichtiger Pluspunkt des Aufenthalts: Die Sprachkenntnisse in Englisch haben sich verbessert und die Selbstständigkeit der Austauschschüler hat sich erhöht.

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