Akrobaten der Lüfte begeistern die sehr vielen Besucher

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Hunderte von Besuchern verfolgten aufmerksam das bunte Treiben am Laichinger Himmel. Der Flugsportverein Laichingen hatte gester (Foto: Florian Surek)

Das noch einmal sommerliche Wetter mit Temperaturen bis zu 25 Grad hat gestern weit mehr als tausend Besucher zum Flugplatzfest gelockt. Die Zuschauer erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Kunst-, Modell-, Segel- und Motorflug.

„Wir haben echt saumäßiges Glück mit dem Wetter“, begrüßte Moderator Jochen Frieß die vielen Gäste. „Bei unseren Fliegerkameraden in Blaubeuren ist das Flugplatzfest in Blaubeuren sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Wir sollten dort eigentlich Rundflüge anbieten, aber dann waren gar keine Passagiere da.“

Dafür lief es bei der Laichinger Auflage umso runder: Die Plätze in den Maschinen waren bei den Besuchern immer heißbegehrt und die Piloten zeigten ihr Können. Frieß gab in seiner unnachahmlichen Art Einblick in technische Details der Fluggeräte und lockerte die Stimmung mit Anekdoten und Gags auf.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die Kunstflugprogramme, für die sich Piloten aus ganz Baden-Württemberg eingefunden hatten. So malte Stefan Kuehlbrey mit seiner Sportmaschine vom Typ „Extra 3000“ diverse Kondensschleifen in den Himmel und Uli Schell flog mit seinem Mini-Doppeldecker „Pitts Special“ schwindelerregende Pirouetten. Im Segelflugbereich zeigten Wolfgang Braun, Marcus Kohn sowie Tommy Vöhringer (mit einem Oldtimer) kunstvolle Figuren am wolkenlosen Himmel.

Ständig umringt von alten wie auch jungen Fliegerkameraden war der Ehrenvorsitzende des Flugsportvereins, Jakob Laur. Der Senior, dessen 90. Geburtstag unmittelbar bevorsteht, genoss sichtlich die Darbietungen am Rande des Flugfeldes auf einem Ehrenplatz.

Besonders freuten sich die Besucher aus allen Himmelsrichtungen auch über den Besuch diverser Oldtimer. So landete eine Maschine vom Typ „Kl 35“ aus dem Jahr 1940 mit dem Piloten Mathias Krauss an Bord auf dem Laichinger Flugplatz. Wie oft dies noch möglich ist, weiß man aufgrund des Alters des Flugzeugs nicht. „Für die einst von der deutschen Luftwaffe eingesetzte Maschine sind die Ersatzteile immer schwerer zu bekommen“, erläuterte Moderator Jochen Frieß.

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