Ab jetzt läuft die Suche nach neuem Chef

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 Die anwesenden Geehrten (v.l.): Rosl Gebhardt, Karl Diez, Lilly Schwenkglenks, Günther Wahl, Sieglinde Amann und der Vorsitzend
Die anwesenden Geehrten (v.l.): Rosl Gebhardt, Karl Diez, Lilly Schwenkglenks, Günther Wahl, Sieglinde Amann und der Vorsitzende Heinz Rauscher. (Foto: dab)
Empfang/Kundenservice

30 Mitglieder hat Heinz Rauscher, Vorsitzender der Ortsgruppe Laichingen des Schwäbischen Albvereins, zur Hauptversammlung begrüßt. Er blickte auf ein „sehr abwechslungsreiches Jahr“ zurück und wies auf Veränderungen hin. Eine betrifft ihn selbst.

„Die nächsten zwölf Monate werden meine letzten an der Spitze sein.“ Damit appellierte Rauscher an die Versammlung sich Gedanken zu machen, wer sein Nachfolger werden soll. Beinahe 50 Jahre steht er dem Verein schon vor.

In seinem Rückblick zeigte sich Heinz Rauscher besonders mit dem Wetter zufrieden, die Teilnehmerzahlen bei Wanderungen seien jedoch „ausbaufähig“. Positiv erwähnte er hier mit 65 Teilnehmern die Osterwanderung, die mit der Ortsgruppe Zainingen ausgeführt wurde und vor allem bei Familien beliebt sei. Erfreut zeigte er sich auch über die Entwicklung der Familiengruppe, „aus einem Hoffnungsschimmer ist ein loderndes Feuer geworden“, so Rauscher über die Gruppe, die von Jutta Striebel-Möller und seinem Sohn Stefan Rauscher geleitet wird.

Als große Herausforderung in diesem Jahr sah Rauscher die Suche nach einem Stellplatz für die vereinseigene Verkaufshütte. Im Hof der „Alten Realschule“, dem Vereinsheim von Albverein und Stadtkapelle, fand sich, trotz der sehr engen Zufahrt, ein Stellplatz. Rauschers Dank galt Bürgermeister Kaufmann für die Genehmigung. Einen offiziellen „Lichtstubenabend“ werde es im kommenden Jahr nicht mehr geben. Da Lichtmeß 2019 aber auf einen Samstag fällt, ist ein zwangloses Beisammensein im Vereinsheim geplant, bei dem Karten gespielt oder Bilder angeschaut werden. Auch die Fortsetzung der Wanderung „vom Bodensee bis an die Nordsee“ müsse geklärt werden. Es täte ihm weh, so Rauscher, „wenn die Idee nicht verwirklicht werden könnte“.

Eine nette und aktive Gruppe sei auch die „Nordic-Walking-Gruppe“. In diesem Jahr wurde die Gegend rund um die Tiefenhöhle erkundet. Treffpunkt im kommenden Jahr ist der Gartenmarkt Striebel. Von dort aus werde dann dieses Gebiet auf unterschiedlichen Strecken erlaufen. Grund zum Feiern gibt es für die Senioren der Ortsgruppe im kommenden Jahr: Sie können 2019 auf „40 Jahre Seniorenwandern“ zurückblicken. In guter Erinnerung blieb auch das Sommerfest, das zum zweiten Mal im Hof des Vereinsheims stattfand.

Sehr positiv fiel in diesem Jahr die Abrechnung des Stadtfestes aus. Für das nächste werden deshalb für alle Helfer einheitliche Poloshirts besorgt. Dies konnte auch Kassiererin Britta Ritzler bestätigen, die einige Einnahmen und Ausgaben aufzeigte. Alles in allem konnte die Ortsgruppe einen Gewinn zum Vorjahr verbuchen. Leicht gestiegen ist auch die Mitgliederzahl: von 220 im vergangenen Jahr auf 234 Mitglieder. Die Neuzugänge haben sich vor allem der Familiengruppe angeschlossen. Kassenprüfer Erich Heck bestätigte Ritzler die korrekte Führung der Kasse. „Ihr gebührt Lob und Anerkennung.“

Wanderwart Stefan Rauscher hatte Zahlen zu Wanderungen parat: Bei 45 Wanderungen über 362 Kilometer machten 930 Teilnehmer mit. In seinem Ausblick kündigte er an, dass es den Wanderwettbewerb nur noch alle zwei Jahre, also erst wieder 2020, geben wird. Der Wanderplan für 2019 sei so gut wie fertig, ausgeteilt werde er Anfang Januar. Fester Bestandteil seien die Märzenbecher- und die Osterwanderung, beide mit der Ortsgruppe Zainingen, sowie eine Frühwanderung mit Frühstück.

In Vertretung für Wolfgang Harscher berichtete Stefan Rauscher auch über die Aktivitäten der Fahnenschwinger. Wegen Terminüberschneidungen traf sich die Gruppe mit durchschnittlich sechs Teilnehmern in diesem Jahr nur drei Mal. Zwei Jugendliche seien in den letzten Wochen dazu gestoßen, weshalb die Teilnehmer auf mehr Treffen im Jahr hoffen. Fest eingeplant sei wieder ein Lehrgang in Pfrommern.

Auch von der Familiengruppe, die Stefan Rauscher mit Jutta Striebel-Möller leitet, konnte er viel berichten. Ein Laternenlauf sowie die Fahrt mit dem Nikolausbähnle von Amstetten nach Oppingen fand viel Zuspruch. Aber auch die Teilnehmerzahlen beim Schlittschulaufen, beim Wintergrillen und einigen kleinen Wanderungen könnten sich sehen lassen. Zuletzt fand eine Familienfreizeit mit 30 Teilnehmern statt. Während am Freitagabend draußen gegrillt wurde, konnten Klein und Groß am Sonntag einen Schneemann bauen. Neben Backen und einer Kräuterwanderung steht eine Familienfreizeit auch im nächsten Jahr fest im Programm .

Wegewart Peter Schott berichtete, dass er mehrmals im Jahr die Wege kontrolliert und an einigen Pfosten Veränderungen vorgenommen habe. Ausgetauscht werden sollen die Schilder für den historischen und karstkundlichen Wanderweg. Ebenfalls in seinen Zuständigkeitsbereich fallen die Radtouren. So berichtete Schott von 55 Radfahrern, die bei den sommerlichen Abendradtouren 150 Kilometer zurückgelegt haben, einzig die erste fiel ins Wasser. Die 67 Kilometer lange Ganztagestour mit der Ortsgruppe Merklingen führte 28 Radler ins Siebenmühlental. 2019 Jahr wollen die Ortsgruppen nach Roggenburg radeln.

Naturschutzwart Walter Ruoß berichtete von 37 Helfern, darunter zehn Kinder, bei der Markungsputzete im Frühjahr. Leider müsse der Bauhof auch unterjährig immer wieder Müllablagerungen beseitigen. Seit einigen Jahren werden mit Schülern der Kinderakademie Nistkästen hergestellt, dies werde fortgeführt.

Nach den Berichten nahm Siegfried Frank die Entlastung der Vorstandschaft vor – sie fiel einstimmig aus und Frank hoffte, dass „Heinz seine Arbeit weiter so machen kann wie bisher“. Mit einer Bilderschau durch das Wanderjahr 2018 endete die Hauptversammlung.

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