8,6 Hektar: Zweiter, großer Solarpark darf kommen

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 Bei Suppingen soll ein zweiter Solarpark entstehen.
Bei Suppingen soll ein zweiter Solarpark entstehen. (Foto: dpa)
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Mehrheitlich hat sich der Suppinger Ortschaftsrat für einen geplanten Solarpark ausgesprochen. Es wäre der zweite auf Suppinger Gemarkung. Entscheiden muss nun der Laichinger Gemeinderat. Froh ist Ortsvorsteher Bernd Kühnle vor allem über eine andere Entwicklung in seiner Gemeinde: Es habe sich herausgestellt, dass von der Hochspannungsleitung nahe Suppingens keine Gefahr für ein neues geplantes Wohngebiet ausgehe.

Die Suppinger Ortschaftsräte haben sich entschieden: Mehrheitlich – mit fünf zu zwei Stimmen – haben sie bei ihrer Sitzung am Dienstag dem Vorhaben der Firma Juwi zugestimmt, die nordwestlich der Gemeinde einen neuen Solarpark errichten möchte. Erzeugen soll der 8,6 Hektar große Solarpark Strom für 2200 Haushalte. Es wäre der zweite Suppinger Solarpark. Der bestehende, östlich der Straße nach Laichingen gelegen, ist fünf Hektar groß.

Entscheiden über das Vorhaben muss zunächst der Laichinger Gemeinderat. Der Ortschaftsrat kann nur Empfehlungen aussprechen (welchen der Gemeinderat aber oft folgt). Laut Ortsvorsteher Bernd Kühnle soll das Projekt im kommenden Jahr in Laichingen beraten werden. Dann müsse aber auch noch die Bundesnetzagentur zustimmen und die Firma Juwi (aus Wörrstadt, Rheinland-Pfalz) bei einer entsprechenden Ausschreibung berücksichtigt werden. Wegen der Einhaltung von Fristen könne hier eine Entscheidung erst Ende 2019 fallen.

Reicht es nicht langsam?

Bernd Kühnle selbst sieht einen neuen Solarpark skeptisch. Auf der einen Seite sei es gut, wenn die Energiewende voran komme. Andererseits – und solche Stimmen gebe es auch in der Suppinger Bevölkerung – sei die Gemeinde diesbezüglich schon jetzt sehr vorbildlich unterwegs. Angesichts von Windrädern, Biogas und dem schon bestehenden Solarpark würden sich manche fragen, ob es denn nicht langsam reiche. Muss nun weitere Fläche der Landwirtschaft entzogen werden?

BUND kritisiert Baugebiet an Hochspannungsleitung
14 neue Grundstücke sollen im Wohngebiet „Falge 2“ in Suppingen bei Laichingen im Alb-Donau-Kreis entstehen. Das hat der Laichinger Gemeinderat kürzlich beschlossen. Wegen der hohen Nachfrage nach Wohnraum eine gute Sache, findet die Stadt. Der BUND sieht das jedoch anders. Und zwar wegen der Hochspannungsleitung die in der Nähe des Baugebiets verläuft.

Positiv bewertet Kühnle die jüngste Entwicklung in Sachen des neuen Wohnbaugebiets „Falge II“ . Die Stadt habe zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die nun zu dem Ergebnis gekommen seien, dass die nahe Stromtrasse keine Gefahr für Bewohner des geplanten neuen Gebiets darstelle. Am Nordrand Suppingens soll Platz für 14 Häuser geschaffen werden. Bedenken wegen Gefahren, die von der Stromleitung ausgehen könnten (elektromagnetische Strahlung, Lärm; wir berichteten), hatten den weiteren Prozess ins Stocken gebracht. Nun aber könne die Erschließung angegangen werden. Kühnle hofft, dass der Laichinger Rat zeitnah die Arbeiten dafür vergibt. Laufe alles glatt, könnten Häuslebauer schon kommendes Jahr starten. An Interessenten mangele es nicht, so Bernd Kühnle. „Die Liste ist so voll, wie es Plätze gibt“, so der Ortsvorsteher.

Neues tut sich auch in Sachen alte Tennishalle. Der Eigentümer (Wohnbau Schmidt, Dornstadt) will abreißen und neue Wohnungen errichten. Wegen Lärmschutz-Vorgaben stehe noch nicht fest, wie hoch die Häuser sein dürfen, die anstelle der Halle entstehen sollen. Begonnen wurde nun allerdings schon mit dem Abriss des dazu gehörigen Schwimmbads. Die Halle diene derzeit noch als Lager.

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