Verschärftes Testspiel: SSV Ehingen-Süd trifft im Pokal auf Dotternhausen

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Drei Tage nach dem klar gewonnenen Testspiel gegen den TSV Blaustein trifft der SSV Ehingen-Süd (rechts Jan-Luca Daur) am Samsta
Drei Tage nach dem klar gewonnenen Testspiel gegen den TSV Blaustein trifft der SSV Ehingen-Süd (rechts Jan-Luca Daur) am Samstag erneut auf einen Landesligisten: gegen den SV Dotternhausen geht es aber ums Weiterkommen im WFV-Pokal. (Foto: mas)

Für den Fußball-Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd steht das erste Pflichtspiel der Saison 2018/19 an. Die Kirchbierlinger sind in der ersten Runde des württembergischen Verbandspokalwettbewerbs am Samstag, 4. August, beim Landesliga-Aufsteiger SV Dotternhausen zu Gast. Anpfiff ist um 15.30 Uhr. Süd-Trainer Michael Bochtler muss auf einige Spieler verzichten, die im Test gegen den TSV Blaustein (5:0) am Mittwochabend noch zur Verfügung standen.

Das Aufgebot von Ehingen-Süd für das Erstrundenspiel im WFV-Pokal ist überschaubar – lediglich zwölf Feldspieler aus dem Verbandsliga-Kader und die beiden Torhüter Benjamin Gralla und Patrick Vonnier sind am Wochenende da, viele verabschieden sich nach bisher vier Wochen Saisonvorbereitung in einen Kurzurlaub. „Wir kriegen trotzdem eine gute Mannschaft auf den Platz“, sagt Trainer Bochtler, der möglicherweise auch einen Spieler aus der zweiten Mannschaft mit nach Dotternhausen nimmt.

Ungeachtet der Personalknappheit ist das Ziel für Bochtler, der die Pokalpartie als „verschärftes Testspiel“ bezeichnet, klar: „Wir wollen gewinnen, um eine Woche später in der zweiten Runde zu spielen.“ Der Zweitrundengegner von Ehingen-Süd wäre am 11. August der A-Ligist FC Wangen II oder der Landesligist FV RW Weiler.

Mit Rücksicht auf das Duell mit Dotternhausen hat Bochtler im Testspiel am Mittwochabend gegen den Landesligisten Blaustein zur Halbzeit Spieler wie Timo Barwan, Filip Sapina, Hannes Pöschl und Lukas Schick, die gegen Dotternhausen auflaufen, ausgewechselt. „Ich habe schon darauf geachtet, Spieler, die am Samstag dabei sind, etwas zu schonen“, sagt der Trainer.

Weber trifft gegen Blaustein

Die Wechsel zur zweiten Halbzeit führten dazu, dass die Mannschaft aufgrund der Umstellungen „zehn, fünfzehn Minuten gebraucht hat, um das Spiel wieder in den Griff zu bekommen“, so Michael Bochtler. Danach baute der SSV, der durch die frühen Treffer von Jan Deiss nach einem Eckball (6.) und Timo Barwan nach einer Kombination in den Strafraum (14.) seine 2:0-Pausenführung aus: Ein Doppelschlag von Aaron Akhabue (62., 66.) brachte das 3:0 und 4:0, wobei sich der junge Stürmer bei seinem zweiten Tor ein Zerrung zuzog und raus musste. Für den Schlusspunkt zum 5:0 sorgte der erst wenige Minuten davor eingewechselte Daniel Weber, für den sich Bochtler besonders freute. Die gesamte vergangene Saison hatte Weber wegen eines Achillessehnenrisses verpasst, ist erst seit einigen Wochen wieder voll im Training. „Daniel kämpft unheimlich, dass er wieder rundläuft. Ein Tor in einem Spiel tut ihm natürlich sehr, sehr gut“, so Bochtler über den Stürmer, der in den Testspielen regelmäßig Spielpraxis bekam – wenn auch nicht über 45, geschweige denn 90 Minuten. Vorsichtig wird Weber, der 2017 aus Uttenweiler gekommen war, wieder aufgebaut.

Gegen den TSV Blaustein, letztjähriger Verein von Süds Jan-Luca Daur, war Trainer Bochtler mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Uns hat ausgezeichnet, dass wir weniger Fehler im Spielaufbau gemacht haben. Das hatte ich in den Spielen zuvor noch bemängelt.“ Ging der Ball im Spiel nach vorn doch verloren, hat man rasch umgeschaltet und den Ball oft zurückerobert. So gab es kaum Kontermöglichkeiten für den Gegner und am Ende einen deutlichen Sieg. „Von Anfang an war es eine klare Angelegenheit“, so Michael Bochtler.

Das erhofft sich der Verbandsligist auch am Samstag im Pokalspiel beim SV Dotternhausen, der nach elf Jahren in der Bezirksliga Zollern und einer Saison in der Kreisliga in die Landesliga zurückgekehrt ist. Michael Bochtler warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wer in die Landesliga aufsteigt, hat gezeigt, dass es in der Mannschaft stimmt. Wer werden auf ein eingespieltes Team treffen“, sagt Bochtler.

In Dotternhausen freut man sich auf den ersten Auftritt im WFV-Pokal nach 13 Jahren und die Begegnung mit dem Verbandsligisten – von einer „Monsteraufgabe“ spricht man beim SVD. Um sich ans höhere Tempo in den Spielklassen des Verbands zu gewöhnen, hatte sich Dotternhausen drei Landesligisten für Testspiele ausgesucht – gegen die TSG Balingen II (3:5) und den südbadischen Vertreter FV Walbertsweiler-Rengetsweiler (1:3) wurde verloren, gegen den TSV Straßberg (2:1) gewonnen. Gegen Süd wartet die nächste und sie dürfte deutlich schwieriger werden.

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