Fußball-Verbandsligist Ehingen-Süd ist auf den dritten Sieg in Folge aus

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Ob Stefan Hess (Mitte, rechts sein Teamkollege Fabian Sameisla, hier in einem Testspiel gegen Ostrach) gegen Wangen in der Start
Ob Stefan Hess (Mitte, rechts sein Teamkollege Fabian Sameisla, hier in einem Testspiel gegen Ostrach) gegen Wangen in der Startelf steht, ist fraglich. Der Süd-Verteidiger musste im Training wegen einer Entzündung im Zeh pausieren. (Foto: SZ-Archiv: mas)

Der SSV Ehingen-Süd hat in der Fußball-Verbandsliga am Samstag, 14. April, 15.30 Uhr, den FC Wangen zu Gast. Nach zuletzt zwei Siegen hoffen die Kirchbierlinger auf einen weiteren Erfolg, doch sie wissen um die Klasse des Gegners, der zuletzt mit dem 8:0 gegen Essingen für Schlagzeilen sorgte.

„Das ist schon ein brutales Ergebnis“, sagte SSV-Trainer Michael Bochtler, der das Ergebnis des Wangener Heimspiels am vergangenen Wochenende wie viele andere zunächst gar nicht glauben mochte. Die Allgäuer waren bis dahin nicht als Torfabrik bekannt, 29 Treffer in 20 Spielen hatten sie vor der Partie gegen Essingen erzielt – die meisten anderen Teams der Liga haben einen besseren Schnitt. Dennoch besitzt der FCW Qualität in der Offensive, darauf weist Bochtler hin und führt den Stürmer Thomas Maas (7 Saisontore) und Spielgestalter Okan Housein (10) an. Hätte Torjäger Maas wegen einer Verletzung nicht einen Teil der Vorrunde verpasst, wäre seine Ausbeute sicher höher ausgefallen. Beim 8:0 gegen Essingen war der Angreifer an sechs Treffern beteiligt (je dreimal als Torschütze und Vorbereiter), doch sein Einsatz gegen Ehingen-Süd ist nach FCW-Angaben fraglich. Wegen einer Krankheit musste Maas die ganze Woche pausieren.

Thomas würde uns im Sturmzentrum sicher fehlen“, sagt Wangens Trainer Adrian Philipp, der – weil er derzeit auf einige Spieler verzichten muss – gegen Essingen selbst auf dem Feld stand. Ob er auch in Kirchbierlingen aufläuft, lässt er offen. „Wenn’s nicht sein muss, spiele ich natürlich nicht, aber auf der Bank sitze ich vermutlich schon“, so Philipp. Dass seine Mannschaft nach dem Kantersieg gegen Essingen übermütig werden könnte, darüber macht sich Adrian Philipp keine Gedanken. „Die Spieler wissen das gut einzuschätzen, da muss ich keinen auf den Boden zurückholen.“ Das deckt sich mit der Einschätzung, die Süd-Trainer Michael Bochtler von den Allgäuern hat. „Ähnlich wie Neckarrems hat Wangen jahrelange Verbandsliga-Erfahrung.“ Das Team sei mannschaftlich stark mit individueller Qualität und sehr eingespielt. „Das macht es für uns schwierig.“

Wenngleich mit weit weniger Verbandsliga-Erfahrung, ähnelt der Aufsteiger aus Kirchbierlingen doch ein wenig dem FC Wangen. Auch Süd hat herausragende Einzelkönner, doch die Erfolge stellten sich ein, weil ein Rädchen ins andere griff. Im ersten Aufeinandertreffen in der Hinrunde war dies aber nicht der Fall. „Da haben wir eine schwache Leistung gezeigt, eine Mannschaft waren wir in diesem Spiel nicht“, sagt Bochtler. Wangen gewann damals 2:1.

Zuletzt gegen Ilshofen (2:1) und in Öhringen (3:0) präsentierte sich Ehingen-Süd anderes als seinerzeit in Wangen. Die beiden Siege brachten die Mannschaft auf den 13. Platz und in unmittelbare Nähe zur Konkurrenz im unteren Mittelfeld der Tabelle. Ein Heimsieg gegen den FC Wangen, der als Tabellensiebter sechs Punkte vor Süd liegt, würde die Lage für den Aufsteiger weiter verbessern.

Startelf ist noch offen

Personell steht einem erneuten Erfolg nichts entgegen. Die Langzeitverletzen Michael Turkalj und Daniel Weber fallen aus, sonst stehen alle Spieler zur Verfügung. Verteidiger Stefan Hess musste wegen einer Entzündung im Zeh mit dem Training aussetzen, „aber er hat signalisiert, dass es am Wochenende geht“, so Bochtler. Ob Hess von Beginn an spielt, ist noch offen – als Alternative bietet sich Jonas Guggenmoser an. Auch bei der Besetzung einer Position im Mittelfeld und in der Spitze wollte sich der Trainer erst am Samstag festlegen.

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