Ehingen-Süd kämpft beim Tabellennachbarn Öhringen um Punkte

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Mit einem unmittelbaren Tabellennachbarn bekommt es der SSV Ehingen-Süd am 21. Spieltag der Fußball-Verbandsliga zu tun. Beim Vorletzten TSG Öhringen sind die auf dem drittletzten Platz notierten Kirchbierlinger am Samstag, 7. April, 15.30 Uhr, zu Gast. Die Tabellensituation unterstreicht die Bedeutung der Partie bei der TSG Öhringen, die bisher die heimschwächste Mannschaft der Liga ist.

Doch auf die Statistik, die bei Öhringen nur einen Sieg in neun Spielen vor heimischem Publikum aufweist, gibt Michael Bochtler nichts. „Ich weiß nicht, wie die Ergebnisse zustandegekommen sind“, sagt der Trainer von Ehingen-Süd. Was zur Niederlage seiner Mannschaft im ersten Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger im September in Kirchbierlingen führte, daran erinnert sich Bochtler noch genau. Süd hatte mehr vom Spiel, tat sich in der Offensive gegen einen sehr kompakten, defensiven Gegner aber sehr schwer. Dann kam die 72. Minute, ein langer Ball vor das Tor des SSV und Öhringens Torjäger Volkan Demir schlug zu – das Spiel endete 0:1. „Es sind Kleinigkeiten, die entscheidend sein können“, sagt Bochtler.

Ob die TSG mit einer ähnlichen Taktik – hinten kompakt stehen und vorn auf den Torriecher des in dieser Saison schon 15-mal erfolgreichen Demir vertrauen – auch im zweiten Spiel gegen Ehingen-Süd zu Werke gehen wird, wird sich zeigen. Sicher ist, dass die Öhringer einige unruhige Wochen hinter sich haben, die im Rücktritt des Trainerduos Marius Müller und Dirk Sinzinger zu Beginn der Vorbereitung in der Winterpause gipfelten. Müller/Sinzinger, die Öhringen von der Bezirksliga in die Verbandsliga geführt hatten, hatten die Suspendierung von zwei Spielern gefordert. Lebhafte Diskussionen folgten und bald darauf der Rücktritt der Trainer. Nachfolger wurde Wolfgang Guja, der für das Juniorteam der TSG Öhringen/SC Michelbach verantwortlich war. „Es geht nun darum, wieder Ruhe und frischen Elan reinzubekommen“, so Guja bei seinem Start im Februar. Dies gelang, sieben Punkte holte die Mannschaft in den ersten drei Spielen nach der Winterpause, zuletzt aber gab es zwei Niederlage (gegen Gmünd und in Essingen).

Ehingen-Süd punktete vor zwei Wochen mit einem engagierten Auftritt gegen Ilshofen (2:1). Den gleichen Einsatz will Bochtler auch in Öhringen sehen. „Nur dann besteht die Chance auf einen Erfolg.“ Personell gibt es aber ein Fragezeichen: Philipp Schleker ist angeschlagen, hat seit Montag nicht trainiert. „Daumen hoch oder runter steht bei ihm noch aus“, so Bochtler. Schleker wäre der zweite Ausfall im defensiven Mittelfeld, nachdem sich die Knieverletzung bei Kapitän Michael Turkalj als schwerwiegend herausstellte: Turkalj wird wegen eines Kreuzbandrisses lange nicht spielen. Fällt auch noch Schleker aus, fehlt Süd die Stammbesetzung auf der Sechser-Position. „Dabei ist diese Position entscheidend für unser Spiel“, sagt der Trainer.

Filip Sapina kam für Turkalj gegen Ilshofen zum Einsatz und wird wohl auch in Öhringen im defensiven Mittelfeld spielen; wer bei einem möglichen Ausfall Schlekers an seiner Seite aufläuft, ist offen. Noah Gnandt, ein Kandidat für die Position, war wegen eines Magen-Darm-Infekts außer Gefecht. Zurück im Kader sind Innenverteidiger Jonas Guggenmoser (gegen Ilshofen gesperrt) und Daniel Haas, der nach seiner Zahn-Operation voll mittrainiert hat. Einsatzbereit gemeldet hat sich auch der zuletzt angeschlagene Daniel Maier.

Über Ostern blieben bei Süd drei Tage lang die Bälle im Schrank, Bochtler verzichtete auf ein Testspiel und gab der Mannschaft bis Ostermontag frei – „um Kraft zu tanken für die letzten acht Wochen“, sagt der Trainer. Da entscheidet sich die künftige Liga-Zugehörigkeit von Süd.

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