Sehr viele Kinder und Erwachsene finden sich in Heroldstatt zum Martinspiel ein und erleben die Mantelteilung

Dieser Inhalt steht nur unseren Abonnenten zur Verfügung
Hiermit erhalten Sie Zugriff zu unseren Premiuminhalten.
Sehr viele Kinder und Erwachsene finden sich in Heroldstatt zum Martinspiel ein und erleben die Mantelteilung
Redakteur

Armin Hettrich hoch zu Ross auf Leo – Kinder singen viele Lieder und erhalten Brezeln

Sehr gut besucht gewesen ist das Martinsfest am Dienstagabend in Heroldstatt gewesen. Eine große Schar an Kindern feierte gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern den Heiligen aus Frankreich. Das Wetter spielte gut mit, es war nicht zu kalt und auch ein Regen wie in manchen Vorjahren blieb aus. Die Kindergartenkinder und die Erwachsenen versammelten sich zunächst auf der grünen Wiese zwischen Berghalle und Kinderhaus, wo sie den heiligen Martin hoch zu Ross und den frierenden Bettler erwarteten. Doch zunächst stellte Marienschwester Tonia-Maria Hanggartner den großen Heiligen der katholischen Kirche vor, der seinen Namens- und Gedenktag am 11. November hat. Geboren wurde St. Martin 316 oder 317 in Savaria, das damals zum römischen Reich gehörte und heute zu Ungarn. Sein Vater war ein römischer Offizier und deswegen musste auch Martin gegen seinen Willen zum Militär. Schon mit 15 Jahren wurde er als Leibwache bei Kaiser Konstantin eingestellt. Als 17-Jährige war er im Norden des heutigen Frankreichs stationiert, wo sich in Amiens die Geschichte von der Mantelteilung zugetragen hat, die ihn so berühmt werden ließ: An einem eiskalten Tag im Winter soll er am Stadttor vor Amiens einem armen und frierenden Bettler seinen halben Mantel geschenkt haben. Diese Legende und weitere Gebete trugen den Kindern als Vorleser Matthias Götz, Ralf Kölle und Pfarrer Karl Enderle vor, wobei Armin Hettrich als römischer Soldat verkleidet mit seinem schönen schwarzen Pferd auf den frierenden Bettler zuritt. Dieser saß einsam mitten auf der Wiese und die vielen Jungen und Mädchen verfolgten aufmerksam das Teilen des Mantels. Zahlreiche Martins- und Laternenlieder durften bei dem Fest nicht fehlen und Kinder wie Erwachsenen sangen kräftig zur Gitarrenbegleitung von Erzieherin Tonia-Maria Hanggartner vom Heroldstatter Kinderhaus, die das Martinspiel und den Laternenumzug in Heroldstatt federführend organisiert hatte. So sangen sie zum Martinspiel wie an den einzelnen Stationen des Laternenumzugs etwa die Lieder „Ich geht mit meiner Laterne“, „St. Martin ritt durch Schnee und Wind“, „Kommt wir wollen Laterne laufen“, „Durch die Straßen auf und nieder“ oder „Ein bisschen so wie Martin möchte ich manchmal sein.“ Stolz trugen die Kinder ihre leuchtenden Laternen durch die dunkle Nacht, bevor sie im Feuerwehrgerätehaus ihre Martinsbrezel oder auch einen Punsch erhielten, den einmal mehr Stefan Stüwer gespendet hatte. Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde und der Feuerwehr verkauften die Martinsbrezel und Glühwein, wobei der Erlös Straßenkindern in Brasilien zugute kommt. (Fotos: Steidle)

Die Kommentarfunktion zu dieser Galerie wurde deaktiviert.
Die Kommentare sind nur für Abonnenten sichtbar.

Meist gelesen

Eine Mikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus

Corona-Newsblog: Infektionsrate in Baden-Württemberg überschreitet kritische Schwelle

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 13.190 (317.022 Gesamt - ca. 295.763 Genesene - 8.069 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 8.069 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 51,9 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 123.900 (2.4442.

Impftermin-Ampel: Jetzt freie Corona-Impftermine in Ihrer Region finden

Mehr holprig als reibungslos läuft seit einigen Wochen die Corona-Impfkampagne in ganz Deutschland. Vornehmlich alte oder pflegebedürftige Menschen werden in den meisten Bundesländern zuerst geimpft.

Doch selbst wer zur aktuellen Zielgruppe gehört, hat es gerade schwer, einen Termin zu bekommen. Regionale Impfzentren haben - wenn überhaupt - nur wenige freie Termine, die schnell vergeben sind. Daneben fällt es schwer zu verstehen, welche Alternativen zum Impfzentrum vor Ort es noch gibt.

 Die B31 wird ab Montag zwischen Kressbronn und Friedrichshafen halbseitig gesperrt.

B 31 wird halbseitig gesperrt

Wie das Regierungspräsidium Tübingen mitteilt, stehen ab Montag, 1. März, bis etwa Ende März die Arbeiten zur Lagerinstandsetzung am Löwentalviadukt in Friedrichshafen an. Der Grund: Die letzte Bauwerksprüfung zeigte Schädigungen an den Lagersockeln der Brückenlager. Diese machen eine Instandsetzung notwendig.

Der geschädigte Beton wird zunächst abgebrochen und danach neu hergestellt, heißt es vonseiten des Regierungspräsidiums. In diesem Zusammenhang werden auch die Lager nochmals überprüft und erhalten einen neuen Korrosionsschutz.