Zwei Neue stoßen zu den Hinterhau-Geistern

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Die Hinterhau-Geister aus Heroldstatt sind schon mitten im närrischen Treiben. Für sie hat die Fasnet am vergangenen Wochenende bereits begonnen, und zwar mit dem Narrenbaumrichten, dem Häsabstauben und Besuchen bei Brauchtumsabenden in Gosbach und in Kirchheim/Teck. An diesem Wochenende kommt die Heroldstatter Narrenzunft um Zunftmeister Jörg Werthmann so richtig in Schwung. Die Hinterhau-Geister veranstalten an diesem Samstag, 12. Januar, um 16 Uhr ihr traditionelles Narrenbaumstellen mit Narrentaufe in der Ortsmitte von Heroldstatt.

Wasser übers Haupt

„Wir würden uns über zahlreiche Besucher freuen, die mit uns den Start in die Fasnet feiern“, betont Werthmann. Er und die weiteren 17 aktiven Hästräger in der Heroldstatter Narrenzunft fiebern dem Termin entgegen, zumal in diesem Jahr zwei junge Frauen in die Reihen der Hinterhau-Geister aufgenommen werden können. Jörg Werthmann als Zunftmeister und Ute Dukeck als stellvertretende Zunftmeisterin werden den symbolischen Akt der Taufe vollziehen und kaltes Wasser über das Haupt der neuen Hästrägerinnen schütten. Die Täuflinge legen einen symbolischen Schwur ab, sie wollen „ihrem Ahn, dem Geist von Hinterhau, die Treue halten und sein Gewand in Ehren tragen.“

Gespannt darf das Publikum sein, wie der neue Narrenbaum mit vielen Krawatten in der Ortsmitte von Heroldstatt aussehen wird, der dann bis Aschermittwoch, 6. März, stehen bleibt und der Bevölkerung wissen lässt, das die fünfte Jahreszeit angelaufen ist und das Narrenvolk das Sagen hat. Auch einen kleinen Narrenbaum für die Kinder wird es wieder geben, die wie in den Vorjahren wieder kleine Geschenke erhalten.

IGF-Schalmeien spielen auf

Den musikalischen Akzent bei der Auftaktveranstaltung der Fasnet in Heroldstatt setzen wie in früheren Jahren die Schalmeien der IGF Westerheim, die flotte Musikstücke vortragen und zur Polonaise und zum Schunkeln aufspielen. Zunftmeister Jörg Werthmann wird die Gäste begrüßen, die sich bei dem närrischen Treiben auch stärken können. Nach dem Narrenbaumstellen und der Narrentaufe müssen sich die Hinterhau-Geister aus Heroldstatt sputen, denn am Abend geht es noch zum Brauchtumsabend nach Buttenhausen und am Sonntag, 13. Januar, zum Fasnetsumzug nach Münsingen.

Am Freitagabend, 11. Januar, waren sie noch bei den Hungerberg Hexa von Münsingen zu Gast. An die 35 Termine haben die Hästräger der Narrenzunft Heroldstatt in den nächsten Wochen bis zum 6. März zu stemmen, bei vielen Veranstaltungen sind sie mit von der Partie und vertreten die Farben der Gemeinde Heroldstatt. Ein Höhepunkt in ihrem närrischen Treiben bildet sicherlich der Brauchtumsabend am Samstag, 16. Februar, in der Berghalle, den die „Waldgeister und Fledermäuse“ aus Heroldstatt organisieren und ausrichten. Sie erwarten 24 Fasnetszünfte, von denen 15 beim Abendprogramm aktiv mitwirken und ihre Brauchtumstänze aufführen.

Mehr Zeit für die Narren

„Wir haben dieses Jahr eine relativ lange Fasnet nach der doch sehr kurzen des Vorjahres“, sagt Jörg Werthmann erfreut, der als Nachfolger von Martin Hirrle die Hinterhau-Geister anführt. Der Verein wolle wie die anderen Fasnetszünfte die Tradition der Fasnet aufrecht erhalten. Hinzukomme die Geselligkeit und auch gemeinsame Unternehmungen zur fünften Jahreszeit wie das gesamte Jahr über. In Heroldstatt werden die Hinterhau-Geister noch das Kinderhaus besuchen und den Jungen und Mädchen die Masken und das Häs zeigen und erklären.

Viele Termine stehen an

In allen Himmelsrichtungen düsen die 18 Hästräger in den nächsten Wochen: Am Wochenende, 18. bis 20. Januar, sind sie beim Brauchtumsabend in Ehestetten sowie bei ein Umzügen in St. Johann und Einsingen anzutreffen. „Waldgeist und Feldermaus“ marschieren selbstverständlich bei den Fasnetsumzügen in Hohenstadt am 1. März sowie in Westerheim am Rosenmontag, 4. März, mit. Und auch beim Brauchtumsabend in Laichingen am 2. Februar bei der Narrenzunft „Gaißer Madl“ sind sie mit von der Partie. Dann ist die Heroldstatter Narrenzunft etwa in Allemendingen, Riningen, Staig, Münsingen, Ulm, Ohmenheim, Deggingen, Asch, Oberstetten, Wäschenbeuren oder Eglingen anzutreffen.

Mal als Narr mitlaufen

Wer Lust und Spaß an der Fasnet hat, der darf sich gerne den Hinterhau-Geistern von Heroldstatt anschließen und als Leihhästräger reinschnuppern. Interessierte Fasnetsfreunde dürfen sich gerne bei Zunftmeister Jörg Werthmann unter Telefon 0170 / 630 2370 oder bei Häswart Iris Süßmuth unter Telefon 0151 / 70305300 melden.

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