Zehn neue Wohnungen entstehen in Heroldstatt

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Visualisierung des Wohnprojekts in Heroldstatt. Im Hintergrund ist die bestehende betreute Wohnanlage dargestellt.
Visualisierung des Wohnprojekts in Heroldstatt. Im Hintergrund ist die bestehende betreute Wohnanlage dargestellt. (Foto: ott_architekten)
Redaktionsleiter

Gegen Wohnungsmangel auch auf dem Land: Der Heroldstatter Gemeinderat hat am Montag bei einer Enthaltung einem Bauvorhaben der Baugenossenschaft Münsingen zugestimmt. Diese darf nun ihr schon länger geplantes Mehrparteienhaus in der Ortsmitte bauen. Statt ursprünglich acht werden nun zehn Eigentumswohnungen entstehen. Bauchschmerzen hatten die Räte mit einem anderen Projekt: einer Werbetafel.

Optisch wollten sich nicht alle Heroldstatter Gemeinderäte mit dem Mehrparteienhaus anfreunden. „Das gibt schon ein Block hin“, lautete nur ein Einwurf aus dem Gremium. Der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weberruß machte den Räten allerdings nochmal klar, warum die Gemeinde das dazu gehörende Grundstück vor Jahren an die Baugenossenschaft Münsingen verkauft hatte: Weil die Gemeinde ja für die Schaffung von neuem Wohnraum war und ist. Bei einer Enthaltung ging das Vorhaben dann auch durch.

Preise stehen noch nicht fest

Entstehen soll das Haus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus im kommenden Frühjahr. Zehn Eigentumswohnungen werden gebaut, bei acht Tiefgaragenplätzen. Der Bau an der Ecke Lange Straße und der L230 wird über zehn Wohnungen verfügen. Zunächst hatte die Baugenossenschaft noch mit acht geplant. Verkauft ist noch keine der Wohnungen. „Voraussichtlich werden wir im Dezember in die Werbung gehen“, so Oliver Gebhard, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Münsingen, zur „Schwäbischen Zeitung“. In deren Vorstand übrigens ein ehemaliger Heroldstatter Bürgermeister sitzt: Karl Ogger. Auch die Preise werden im Dezember feststehen. Mit dem Bau begonnen werden soll, sobald fünf der zehn Wohnungen verkauft sind. Als Bauzeit geht die Baugenossenschaft von höchstens anderthalb Jahren aus. Geplant haben die Laichinger Architekten Ott.

Kleinere Bauchschmerzen hatten die Heroldstatter Räte mit einem anderen Vorhaben: Ein Antragssteller beabsichtigt, in der Gewerbestraße eine mobile LED-Videowand aufzustellen, zwecks Werbung. Diese soll von 7 bis 21 Uhr (außer sonntags) über die Videowand flimmern. Dies darf er nun auch. Auch wenn Rat Dietmar Frenzel fand: „Schöner macht’s die Schwäbische Alb nicht unbedingt.“

Zurückgestellt hat der Rat allerdings den Antrag für eine andere Werbefläche, die (unbeleuchtet) ebenfalls in der Gewerbestraße aufgestellt werden soll (bei Netto). Erst bei einer der nächsten Sitzungen soll darüber befunden werden. Zunächst soll sich die Verwaltung schlau darüber machen, ob der Antrag nach den Vorgaben des Bebauungsplanes zulässig ist. Die Gemeinderäte geizten nicht an eigenen geschmacklichen Beurteilungen. Die Tafel würde „einfach kacke aussehen“, meinte eines der Ratsmitglieder.

Bauhof-Heizung kaputt

Kurz und schmerzlos ging der Rat bei der Heizungsanlage für den Bauhof vor. Diese ist defekt und soll nun – vor Wintereinbruch – erneuert werden. Für rund 12 000 Euro vergaben die Räte den Auftrag an die Heroldstatter Firma Haustechnik Renner. Diese hat sich schon um die bestehende Anlage gekümmert, und das sehr zufriedenstellend, so Rudolf Weberruß. Die nun defekte Anlage war 25 Jahre in Betrieb.

Grünes Licht auch für einen Antrag des Stromversorgers Albwerk. Dieses darf eine Umspannstation beim Aussiedlerhof Fülle bauen. Die Anlage mit der Größe eines kleinen Schuppens soll die Versorgungssicherheit erhöhen. In dem Gebiet soll schon öfters der Blitz eingeschlagen haben mit der Folge von Stromausfällen. Eine Genehmigung benötigte das Albwerk, da Leitungen unter einem Feldweg verlaufen sollen.

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