Was tun gegen das Insektensterben?

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 Austausch in einer Kleingruppe: auch zwei Vertreter der Laichinger Alb waren dabei; Pfarrer Karl Enderle und Ingo Hiller.
Austausch in einer Kleingruppe: auch zwei Vertreter der Laichinger Alb waren dabei; Pfarrer Karl Enderle und Ingo Hiller. (Foto: Kuhn-Urban)
Schwäbische Zeitung

Landwirtschaftliche Vertreterinnen und Vertreter, ökologisches Fachpublikum und interessierte Bürger haben sich unlängst in Münsingen zum ersten „Zukunftsforum Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ getroffen. Zum Schwerpunktthema „Insektensterben stoppen, Biodiversität erhalten“ tauschten sie sich über die Zukunft der Landwirtschaft im Biosphärengebiet aus und diskutierten verschiedene Ansätze. Mehr als 100 Teilnehmer waren zu Gast in der Festscheune auf dem Hofgut Hopfenburg.

Warum sind Insekten von Bedeutung? Was hat es mit dem Insektensterben auf sich und wie kann es gestoppt werden? Warum ist Biodiversität wichtig? Und welche Rolle spielt bei all dem die Landwirtschaft? Diese und weitere Fragen wurden beim ersten „Zukunftsforum Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ aufgegriffen und im Rahmen von Vorträgen, Fachgesprächen, offenen Diskussionen und verschiedenen fachspezifischen Dialogrunden behandelt. Dies teilte die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets mit.

Zunächst gab Professor Josef Settele vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Halle einen Überblick über Ursachen und Zusammenhänge der abnehmenden Biodiversität und des Insektensterbens. Gebhard Aierstock, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Reutlingen, schilderte im anschließenden Fachgespräch das Insektensterben aus Sicht eines Landwirts. Bei der offenen Diskussion erörterten Professor Maria Müller-Lindenlauf von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen, Gebhard Aierstock und Jochen Goedecke, Referent für Landwirtschaft und Naturschutz und vom Nabu Baden-Württemberg, den Zusammenhang von Landwirtschaft und Insektensterben. Hier habe es „eine rege Beteiligung“ aller Teilnehmer und einen intensiven Austausch über Ursachen und Lösungen gegeben.

Infos über Pflanzenschutzmittel

In den kleineren Dialogrunden wurden dann Informationen zum Pflanzenschutzmittel und zu alternativen Bewirtschaftungsweisen, zur neuen Regionalmarke „Albgemacht“, dem Projekt „Bienenstrom“ oder zu den gesamtbetrieblichen Biodiversitäts-Beratungen ausgetauscht.

Die Verantwortlichen blicken aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, der aktiven Beteiligung und des intensiven Austauschs „auf eine erfolgreiche Veranstaltung“ zurück.

Konkrete Maßnahmen und Projekte sollen in den beiden nun folgenden Projektwerkstätten erarbeitet werden.

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