Trachtenkapelle Ennabeuren spielt heiter-fröhlich auf

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Unter der Leitung von Reiner Manz bot die Albvereins-Trachtenkapelle Ennabeuren am Samstagabend ein schönes und beeindruckendes
Unter der Leitung von Reiner Manz bot die Albvereins-Trachtenkapelle Ennabeuren am Samstagabend ein schönes und beeindruckendes Serenadenkonzert auf dem Platz vor der Berghalle. Das Ensemble präsentierte sich in guter Spiellaune. Das Publikum war begei (Foto: Fotos: Steidle)

Weitere Fotos zu dem Serenadenkonzert der Albvereins-Trachtenkapelle Ennabeuren finden sich im Internet unter

www.schwaebische.de/serenade-ennabeuren2018

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Ein schönes und unterhaltsames Serenadenkonzert hat die Albvereins-Trachtenkapelle Ennabeuren am Samstag – wie bereits berichtet – rund 150 begeisterten Zuhörern auf dem Platz zwischen Rathaus und Berghalle präsentiert. Abwechslungsreich gestaltete Dirigent Reiner Manz das Open-Air-Konzert, so dass viele Stilrichtungen der Blasmusik vertreten waren. Mit viel Beifall quittierten die Gäste die musikalischen Darbietungen. Dirigent Reiner Manz führte durch das Programm, in Kurzform stellte er die Werke vor. Souverän unter seinem Dirigat spielten die 54 Musiker bei dem Serenadenkonzert auf.

Mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ des oberschwäbischen Komponisten Kurt Gäble eröffnete die Albvereins-Trachtenkapelle ihren musikalischen Reigen bei angenehmen sommerlichen Temperaturen. Der Marsch „Salemonia“ von Kurt Gäble ist eine Auftragskomposition des Musikvereins Salem, der die Geschichte und Kultur der Gemeinde mit ihrem bekannten Schloss beschreibt. Der Marsch beginnt mit einer zündenden Einleitung der Blechbläser, die Fanfaren ertönen lassen. Im Zwischenteil gibt es ein Bass-Solo und der Schlussteil erinnert an den „Böhmischen Traum“. In dem Stück schuf Gäble Melodien, die ins Ohr gehen mit einem charakteristischen Wechsel von Dur zu Moll. Zudem brechen ungerade Metren den strengen Marschcharakter auf.

Konzertmarsch „Sympatria“

Dem festlichen Marsch folgte ein eher ruhiges und getragenes Stück: „Gabriellas Song“ aus dem bekannten Film „Wie im Himmel“ von Stefan Nilsson. Die Trachtenkapelle Ennabeuren intonierte das Lied „Gabriellas Song“ sehr gefühlvoll, in dem sich der Klang des Ensembles nach und nach zu beträchtlicher Klangfülle weitete. Die Melodien gingen gut ins Ohr, auch die des eher melodiösen Konzertmarsches „Sympatria“ aus der Feder von Thomas Asanger. In dem erst im Oktober 2017 erschienenen Werk wird auf musikalische Weise das Thema Heimat interpretiert: Heimat sei weniger eine Frage der räumlichen Herkunft, sondern viel mehr der sozialen Zugehörigkeit ist. Heimat sei dort, wo sich die Menschen wohlfühlen.

Eine Polka durfte bei dem Serenadenkonzert nicht fehlen, und da wartete das gut gelaunte Ensemble von Reiner Manz mit „Polkafreude“ des österreichischen Trompeters und Komponisten Peter Leitner auf. Die eingängige Melodie ließ pure Polkafreude aufkommen, bei der schöne Trompetenklänge einen wichtigen Bestandteil darstellen.

Das Hauptstück des Open-Air-Konzerts bildete eine sehr abwechslungsreich instrumentierte Melodienfolge aus dem Singspiel „Im Weißen Rössl“ der Komponisten Benatzky, Stolz und Gilbert. Die eingängigen Melodien sind wahre Evergreens, die Stefan Schwalgin in einem modernen Arrangement verknüpfte. Heiterkeit, Lebensfreude und Optimismus pur vermitteln die Lieder. Bilder aus der Verfilmung des lustigen Singspiels am bekannten Wolfgangsee im Salzburger Land mit Waltraud Haas und Peter Alexander kamen in Erinnerung.

Gemeinsamer Abschluss

Bei den geforderten Zugaben stießen die Jungmusiker des Vereins zu den aktiven Musikanten und trugen in einem großen Finale den Kreismarsch „Von der Alb zur Donau“ von Siegfried Rundel und „Celtic Crest“ von Christoph Walter vor. Hierbei handelt es sich um eine Hymne, die der Schweizer Komponist Walter den Vorfahren seines Heimatlandes widmete. Das schöne und getragene Stück ist immer wieder beim Musikfestival „Basel Tattoo“ zu hören. Das Stück bildeten einen gelungenen Abschluss eines heiteren Konzertabends unter einem blauen Himmel in schöner Atmosphäre.

Eröffnet hatte das Serenadenkonzert der Trachtenkapelle Ennabeuren die Jugendkapelle des Vereins, die unter Leitung von Leonie Loritz zunächst den Hit „Best day of my Life“ in einer Bearbeitung von James Kadzik vortrug. Die rund 25 Jungmusiker erfreuten dann das Publikum mit dem Marsch „Fantasia“ von Kurt Gäble. Getragen beginnend, doch im weiteren Verlauf mit Tempowechseln und voller Dynamik, gab der Nachwuchs einen umfassenden Nachweis seiner Leistungsfähigkeit.

Weitere Fotos zu dem Serenadenkonzert der Albvereins-Trachtenkapelle Ennabeuren finden sich im Internet unter

www.schwaebische.de/serenade-ennabeuren2018

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