Senioren wollen am Steuer fit bleiben

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Der Heroldstatter Arbeitskreis für Senioren „Mitbürger engagieren sich“ hat am Samstag zum elften Mal ein Mobilitätstraining ausgerichtet. Sieben Personen nahmen an den Fahrübungen und am theoretischen Unterricht teil. Zum neunten Mal hat Karl-Josef Enz, Vorsitzender der Verkehrswacht Ehingen und Polizist aus Laichingen, den praktischen Teil des Mobilitätstrainings geleitet.

„Gerade im ländlichen Gebiet müssen ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben und das Autofahren beherrschen, um ihren sozialen Verpflichtungen nachkommen zu können“, betont Karl-Josef Enz und verweist auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft mit immer mehr älteren Menschen. Deshalb sei es wichtig, sein Auto im Straßenverkehr sicher und gut zu beherrschen. Und das erreiche man mit fahrtechnischen Übungen.

Ähnlich sieht es auch Patrick Thielsch, Vorsitzender des Arbeitskreises für Senioren, der das Mobilitätstraining in Heroldstatt einführte und es seitdem organisiert. „Wir wollen, dass Menschen im Alter mobil bleiben. Als Autofahrer sollen sie am Steuer möglichst lange fit bleiben und sicher an ihr Ziel gelangen. Deshalb haben wir das Mobilitätstraining eingeführt“, sagt Patrick Thielsch. Ziel der Übungen sei es aber nicht, sie vom Straßenverkehr fern zu halten, ganz im Gegenteil: Durch das Training sollen sie gerade fitter werden und sich am Steuer besser zurechtfinden. Das sei gerade im ländlichen Raum wichtig, wo auch die älteren Menschen auf ihr Auto angewiesen seien. Werden beim Fahren Defizite festgestellt, könne man den Senioren mit Rat und Tat helfen, ihre Fahrweise anzupassen.

Zweigeteilt wie immer war das Mobilitätstraining in Heroldstatt: Bei den praktischen Übungen mit Slalom- und Rückwärtsfahren, mit Einparken und einem Bremstest konnten die sieben Teilnehmer ihre Fahrfertigkeiten mit dem Auto testen und üben. Wichtig vor dem Start sei, dass Sitz und Spiegel richtig eingestellt sind, gab Polizist Enz „seinen Schülern“ mit auf den Weg. Dem praktischen Teil folgte ein theoretischer am Nachmittag, den Fahrlehrer Axel Graser leitete. Dabei lernten die Senioren die neuen Verkehrszeichen im Straßenverkehr kennen, insbesondere bei den Bahnübergängen. In der Mittagspause konnten sich die Senioren und Betreuer mit Schnitzel und Kartoffelsalat stärken.

Im Straßenverkehr ist besonders wichtig, gut zu sehen und zu hören, was im Alter nachlässt. „Gutes Hören und Verstehen ist lebenswichtig“, betonte Henrik Gäble von Hörgeräte Langer. Bei seinem freiwilligen Hörtest lässt er die Senioren auf jedem Ohr vier Töne zu 500, 1000, 2000 und 4000 Hertz (Hz) hören. Seit 2013 war er in Heroldstatt beim Mobiliätstraining als Hörberater dabei. Er hat die Messungen nun Günter Indrich übertragen, der am Samstag erstmals diese als neuer Hörberater ausführte.

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