SC Heroldstatt blickt auf sein neues Sportzentrum

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Eine Zahl stand im Fokus bei der Jahresversammlung des SC Heroldstatt: Stolze 7012 Arbeitsstunden an Eigenleistungen haben Mitglieder des Vereins für ihr neues Sportzentrum bislang erbracht, was umgerechnet 115 000 Euro bedeuten. 6600 Stunden hatte die Vorstandschaft eingeplant, am Ende sind es 7012 geworden, was den Vereinsvorsitzenden Werner Knehr mit Stolz und Freude erfüllte. „Ich bin zurecht stolz auf das Engagement unserer Mitglieder“, sagte Knehr und sprach von einem arbeitsreichen, aber erfolgreichen Jahr 2018. Der SCH habe sein Ziel, ein neues Sportzentrum zu schaffen, erreicht.

Sportheim mit Leben füllen

So stand bei der Jahresversammlung am Freitagabend ein Rückblick auf den Bau des Sportzentrums mit vielen Daten und Fakten sowie Zahlen im Mittelpunkt des Geschäftsberichts von Werner Knehr. Jetzt gelte es, das neue Sportheim mit Leben zu füllen, weshalb es am Donnerstagabend (Stammtisch), Samstagabend (Dämmerschoppen) und Sonntag (Frühshoppen) geöffnet und bewirtet sei und die Sportheimleiter Hans-Georg Zeifang und Dominik Jähnike sich über viele Gäste freuen würden, erklärte Knehr. Eine Hausordnung liege als Entwurf vor, auch was die Vermietung des Sportheims angehe. „Da wollen wir eine klare Ordnung“, sagte der Vorsitzende.

Werner Knehr lobte wie bei der Einweihungsfeier nochmals den Einsatz von fünf Helfern, die für das Sportheim besonders viele Stunden erbracht haben: Bernhard Schiele (750 Stunden), Daniel Frank (456), Matthias Rommel (395), Jörg Anhorn (310) und Uwe Hirschle (300). Weitere Arbeiten in dem Sportzentrum seien noch zu tätigen: Die Parkplätze seien noch anzulegen und auch an den Bau eines Spielplatzes sei gedacht. Knehr ging noch kurz auf die Baugeschichte ein und sprach insgesamt von einem „sehr guten Jahr mit einer guten Kameradschaft.“

Kosten liegen bei 835 000 Euro

Bevor Hauptkassierer Walter Schmid auf die Kosten des neuen Sportzentrums einging, zollte er dem Vereinsvorsitzenden Werner Knehr ein dickes Lob für dessen Einsatz und Verdienste um das Sportzentrum. „Es ist schon abartig, wie sich Werner Knehr für das Sportzentrum eingebracht hat. Mir fehlen da fast die Worte“, sagte Schmid und nannte dann Zahlen: 835 000 Euro hat bis heute das Sportzentrum gekostet: 720 000 Euro an tatsächlichen Kosten und 115 000 Euro an Eigenleistungen. Angesetzt gewesen seien die Kosten bei 769 000 Euro. An Verbindlichkeiten habe der SCH noch 167 000 Euro zu begleichen und für weitere Restarbeiten noch 40 000 Euro aufzubringen, so dass die Verbindlichkeiten bei insgesamt 207 000 Euro liegen. Vom WLSB sei noch eine Förderung von 70 000 Euro und vom Umweltministerium von 8000 Euro für die neue LED-Fluchtlichtanlage zu erwarten, so dass die Schulden bei 129 000 Euro liegen, die es nun zu tilgen gelte.

Finanziert werden konnte das neue Sportzentrums dank des Verkaufs des Sportheim in Ennabeuren für rund 300 000 Euro sowie der Sportplätze für rund 90 000 Euro sowie dank des Gemeindezuschusses und vieler Spenden von Firmen und Vereinsmitgliedern. Was die übrigen Ein- und Ausgaben angehe, so würden diese in etwa dem der Vorjahre entsprechen, führte Schmid aus. Die Einnahmen bei den Veranstaltungen seien gut gewesen, abgesehen von denen beim Oktobierfest, die weit unter den Erwartungen lagen.

1017 Mitglieder im Verein

Genau 1017 Mitglieder zählte der SC Heroldstatt zum Jahresende 2018, wie Schriftführer Richard Fülle darlegte: Dies sei ein leichter Rückgang, denn 65 Abgängen stehen nur 44 Neuzugänge entgegen. Aus 622 Männern und 395 Frauen setze sich die Mitgliederzahl zusammen. Überwiegend Kinder und Jugendliche würden im Verein Sport treiben. Fülle verwies auf elf Sitzungen des Ausschusses und auf neun des Bauausschusses im vergangenen Jahr.

Berichte aus den Abteilungen

Die Berichte der Abteilungsleiter machten deutlich, dass beim SC Heroldstatt ein großes Angebot an Sportmöglichkeiten besteht und zum Vereinsleben auch gesellige Angebote gehören. Vom Sportgeschehen und den vielfältigen Aktivitäten in den sechs Abteilungen berichteten Kurt Timm (Tennis), Bernhard Schiele (Fußball), Julian Maute (Skiteam), Rainer Morlok (Tischtennis), Dirk Süßmuth (Schützen) und Stefanie Anhorn (Breitensport). Abteilungsleiter Süßmuth ließ wissen, dass die Heroldstatter Schützen mit Wolfram Siegle einen Ausnahmeschützen in ihren Reihen habe, der bei den Deutschen Meisterschafen zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze holte. Wolfram Siegle habe „den Pulverdampf im Blut“, meinte Süßmuth augenzwinkernd. Über die vielen Sparten im Breitensport beim SCH von Yoga über Hip Hop und Aerobic bis zum Basketball informierte Stefanie Anhorn.

Rainer Söll, der die Vereinskasse zusammen mit Monika Beinlich geprüft hatte, sprach angesichts des Baus des Sportheims von einer umfangreicheren Prüfung in diesem Jahr. Er bescheinigte dem Hauptkassierer wie den Abteilungskassierern eine einwandfreie Kassenführung, so dass der von Bürgermeister Michael Weber beantragten Entlastung der Vorstandschaft nichts mehr im Wege stand. Sie erfolgte erwartungsgemäß einstimmig.

Viel Lob vom Bürgermeister

Auf seine Leistungsfähigkeit und sein breites Sportangebot könne der SCH sehr stolz sein, aber auch auf die Umsetzung des Sportzentrums mit dem schönen und gelungenen Sportheim, betonte Bürgermeister Weber in seinem Grußwort. Bei mehreren Veranstaltungen das Jahr über habe er den Verein kennengelernt, der über eine sehr gute Vorstandschaft und engagierte Mitglieder verfüge. Das neue Sportheim sei ein attraktiver Treffpunkt und ein Aushängeschild für den Verein. Schlagkraft, Einsatz, Ideenreichtum und eine gute Kameradschaft zeichne des Sportclub aus, unterstrich Weber. Er bereichere das kommunale Leben. „Ich bin schwer beeindruckt von den Leistungen des Vereins“, sagte der Bürgermeister zusammenfassend.

Die Versammlung bestätigte noch Kurt Timm als Tennisabteilungsleiter, bevor der Vereinsvorsitzende Werner Knehr auf die wichtigsten Termine beim SCH in diesem Jahr verwies: die Sportwoche mit X-treme Battle vom 11.bis 14. Juli, den Frauensporttag am 16. November, das Oktobierfest am 19. Oktober, das Schlachtfest im Herbst, die Jahresfeier am 30. November, das Binokelturnier am 27. Dezember sowie das Mitternachtsturnier im Januar 2020.

Vereinsmitglied Fritz Breymaier wünschte sich noch eine grundlegende Sanierung des Hauptspielplatzes mit einer Beregnungsanlage, da zu einem schönen Sportzentrum auch ein guter Fußballplatz gehöre. „Wir wollen einen super Sportplatz in unseren tollen Sportzentrum“, sagte Fritz Breymaier und erhielt Unterstützug von Hansjörg Rösch. Knehr schlug vor, in dieser Sache ein Projektteam zu bilden.

Zahlreiche Mitglieder geehrt

Auch Ehrungen standen bei der Jahresversammlung des SC Heroldstatt am Freitagabend auf dem Programm, die die Vereinsvorsitzenden Werner Knehr und Florian Beinlich sehr gerne vornahmen. Für 60 Jahre Mitgliedschaft zeichneten sie Rudolf Schauflinger, Kurt Strohm und Werner Zäh aus. Sie erhielten neben der Ehrennadel und der entsprechenden Urkunde auch einen Gutschein. Für 50 Jahre Treue und Unterstützung wurden geehrt Klaus Beck, Karl-Josef Enz, Wolfgang Enz, Wolfgang Erz, Hans-Karl Hetterich, Horst Hilsenbeck, Jürgen Keirat, Werner Knehr, Hans Strohm und Helmut Zäh. Sie wurden neben Urkunde und Ehrennadel auch mit einem Bierkrug mit Gravur bedacht.

Seit 40 Jahren sind Vereinsmitglieder Franz Apfel, Dietmar Frenzel, Stefan Hettrich, Christel Hilsenbeck, Walter Hilsenbeck, Wilhelmine König, Renate Lorenz, Anne Sobanski, Wolfgang Sobanski und Ingo Weber. 25 Jahre gehören dem SC Heroldstatt Dietmar Bögel, Hedwig Hirt und Georg Ziegelbauer an. Eine ganze Reihe von Mitgliedern wurde noch für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt und mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Der Vorsitzende Werner Knehr wusste noch mit lebendigen Worten das eine oder andere Vereinsmitglied zu würdigen und wusste auch von ihren Aktivitäten im Verein zu berichten.

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