Rekordzahl: 600 Läufer vor 21 Hindernissen

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600 Läufer wollen an den Start gehen.
600 Läufer wollen an den Start gehen. (Foto: Steidle)

Beim X-treme Battle 2017 bei einer Länge von 17,3 Kilometer lief wie in den Vorjahren Langstreckenläufer Darko Tesic (1:19:45) vom Team Immodrive aus Laichingen als schnellster Läufer ein, gefolgt von André Laubhan vom Team Roma KG aus Günzburg (1:27:51) und Dennis Galac vom Team Too kul four skul (1:28:21). Bei den Frauen siegte Franziska Junker aus Neubiberg (1:45:14) vor Ute Pfeiffer aus Münsingen (1:45:51) und Fiona Ungemach aus Stuttgart (1:48:51). Die Firma Roma aus Günzburg stellte mit sage und schreibe 62 Teilnehmern das größte und auch schnellste Team, denn mit André Laubhan, Janik Schmidt und Michael Kerler hatte es bei der vierten Auflage die drei mit schnellsten Läufer in seinen Reihen. Weitere Infos zum X-treme Battle des SC Heroldstatt gibt es im Internet unter www.x-tremebattle.de

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Knapp 17 Kilometer und 21 Hindernisse haben die 600 gemeldeten Läufer beim X-treme Battle 2018 zu schaffen. Dies ist eine große sportliche Herausforderung bei der Sportwoche des SC Heroldstatt am nächsten Samstag, 14. Juli. Und dabei haben die Läufer insgesamt 900 Höhenmeter zu überwinden, geht es doch im Tiefental rauf und runter. Erwartet werden Läufer aller Altersgruppen, einzeln und in Teams, darunter auch Darko Tesic aus Laichingen, der den Geländelauf schon vier Mal gewinnen konnte. Er strebt natürlich den fünften Sieg bei der fünften Auflage an. Doch das möchte ihm Wolfgang Gnann etwas erschweren: Denn er setzt 250 Euro als Prämie für den Läufer aus, der den Dauersieger schlägt.

Es geht an die Substanz

„Noch extremer geht nicht“, sagt Cheforganisator Florian Beinlich und erklärt auch warum: Der Lauf ist lang genug, er fordert die Teilnehmer bereits sehr. 21 Hindernisse zu überwinden sei mehr als anstrengend, das gehe an die Substanz. „Wir müssen da an die vielen Hobbyläufer denken und wir wollen, dass sich gerade diese auf die Strecke getrauen“, erläutert er und spricht von einem „Spagat zwischen Profi- und Hobbyläufern“, der zu finden und beiden Gruppierungen gerecht werde. Der Schwierigkeitsgrad sei mehr als ausreichend.

Mit 600 Teilnehmern seien ausreichend Starter dabei. „Schon aus logistischen Gründen können wir nicht mehr Läufer zulassen“, erläutert er. Denn die gelte es, zu versorgen und die wollen hinterher duschen, da brauche der SCH ausreichend Duschmöglichkeiten, da stoße man an Grenzen. Zudem gelte es, dem Naturschutz Rechnung zu tragen, denn die Laufstrecke führt teilweise durch Naturschutzgebiet und damit landschaftlich sensibles Gebiet. „Bei mehr Teilnehmern dürften wir diese landschaftlich schöne und reizvolle Strecke nicht bieten“, erklärt Flo Beinlich, der der fünften Auflage des X-treme Battles entgegenfiebert.

Lauf war schnell ausgebucht

„Innerhalb von sechs Wochen im Februar und März waren die 600 Plätze weg“, sagt Organisator Beinlich, der ein Vorstandsmitglied beim SC Heroldstatt ist. In den beiden Vorjahren hätten sich 400 beziehungsweise 550 Läufer den Strapazen unterzogen, in diesem Jahr sei nun eine Rekordzahl zu verzeichnen. „Wir hätten locker leicht um die 1000 Teilnehmer haben können. Doch das klare Limit lag bei 600 Startern“, betont er.

Bei Florian Beinlich laufen alle Fäden zusammen, was das Großereignis des SC Heroldstatt betrifft. Viel Organisationsarbeit und viele Arbeitssitzungen liegen hinter ihm, bis der „Battle 2018“ stand. Noch weitere Arbeiten folgen in der nächsten Woche bis zum Startpfiff am Samstag um 15 Uhr am Sontheimer Sportheim. Beinlich weiß allzu gut, dass eine derartige Großveranstaltung nur mit vielen Helfern zu stemmen ist. Rund 100 Helfer werden am nächsten Samstag im Einsatz sein, sei es im Startbereich, entlang der Strecke oder an den 21 Hindernissen. „Wir brauchen einige Streckenposten, um den Straßenverkehr zwischen Sontheim und Seißen umzuleiten“, erklärt der Hauptorganisator. Ganz wichtig sei die Unterstützung zahlreicher Firmen, die eine Reihe von Hindernissen fachgerecht aufbauen, sei es Gerüste oder Holzwände.

Orientierung am vorangegangenen Lauf

Florian Beinlich spricht von einem sehr interessanten Lauf, was Strecke und Landschaft betrifft, was aber auch die 21 Hindernisse angeht. Die seien zum Großteil an die der Vorjahre angelehnt. Doch neben beliebten Attraktionen wie dem großen Schlammloch am Auffüllplatz werde es auch neue Hindernisse geben. Originell und spektakulär sind die Hindernisse, die die Starter zu meistern hatten: Da gilt es etwa über Kisten zu steigen, durch riesige Schlammlöcher zu waten und zu tauchen, eine 3,5 Meter Holzwand zu überwinden, unter einem Elektro-Zaun zu krabbeln, über spitze Autoreifen zu steigen, durch einen Riesencontainer mit 35 000 Liter Wasser zu schwimmen, die richtigen Tritte über Steinhaufen zu finden, einen Kletterparcours zu schaffen, turmhoch gestapelte Paletten zu überwinden oder über Autowracks und riesige Strohballen zu klettern und zu hüpfen. Neu in diesem Jahr: Es wird ein großes Metallgerüst geben, bei dem sich die Läufer von Stange zu Stange nach vorne hangeln müssen. Dreck und Matsch, aber auch Kälte sind zu überwinden. Firmen, private Sponsoren und Vereine unterstützen den Lauf, allen voran die Feuerwehr.

Querfeldein, über Stock und Stein geht es beim Heroldstatter X-treme Battle, der in diesem Jahr „eine Ecke kürzer ausfällt“, wie es Flo Beinlich formuliert. Waren im vergangenen Jahr 17,3 Kilometer zu knacken, so sind es diesmal 16,8 Kilometer. Zuschauer an der Strecke und vor allem an den Hindernissen sind sehr willkommen, sie dürfen gerne die Strapazen der Läufer verfolgen. Sie dürfen diese aber auch gerne anfeuern und aufmuntern und für ihre tollen Leistungen viel Beifall spenden. Die Gäste dürfen gerne mit dem Fahrrad zu den Hindernissen radeln, doch motorisierte Fahrzeuge seien am Lauftag in dem Sperrgebiet zwischen Sportplatz und Tiefental tabu.

Strecke führt ins Tiefental

Die Battle-Strecke am Samstag, 14. Juli, beginnt am Sportplatz in Sontheim. Von dort geht es durch den angrenzenden Wald über die Straße nach Seißen durchs Tiefental. Über die Steigungen bei der Sontheimer Höhle laufen die Sportler dann das „Räuberwegle“ runter und über den „Roten Milan“ wieder rauf und kommen dann durchs „Fliegentäle“ zum Auffüllplatz, wo das große Schlammloch auf sie wartet, das Michael Keirat gestaltet. Danach geht es am Biotop „Saulach“ vorbei und durch den angrenzenden Wald parallel zum Ahornweg über die Felder und die Kläranlage wieder zurück zum Ziel am Sportplatz Sontheim.

Der X-treme Battle des SC Heroldstatt bildet den Höhepunkt in der Sportwoche des SC Heroldstatt, die von Donnerstag bis Sonntag, 12. bis 15. Juli geht. Sport und Musik, aber auch gutes Essen und Showeinlagen gehören zu der Veranstaltung im Sportzentrum Heroldstatt. Fußballspiele, das Heroldstatt-Pokalschießen, die Abnahme des Sportabzeichens, Tennisverbandsrundenspiele und der Kids-Battle (das Geländerennen für Kinder) prägen die traditionelle Sportwoche des SC Heroldstatt (Bericht folgt).

Beim X-treme Battle 2017 bei einer Länge von 17,3 Kilometer lief wie in den Vorjahren Langstreckenläufer Darko Tesic (1:19:45) vom Team Immodrive aus Laichingen als schnellster Läufer ein, gefolgt von André Laubhan vom Team Roma KG aus Günzburg (1:27:51) und Dennis Galac vom Team Too kul four skul (1:28:21). Bei den Frauen siegte Franziska Junker aus Neubiberg (1:45:14) vor Ute Pfeiffer aus Münsingen (1:45:51) und Fiona Ungemach aus Stuttgart (1:48:51). Die Firma Roma aus Günzburg stellte mit sage und schreibe 62 Teilnehmern das größte und auch schnellste Team, denn mit André Laubhan, Janik Schmidt und Michael Kerler hatte es bei der vierten Auflage die drei mit schnellsten Läufer in seinen Reihen. Weitere Infos zum X-treme Battle des SC Heroldstatt gibt es im Internet unter www.x-tremebattle.de

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