Polizeiteam beim X-treme-Battle dabei

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Jutta Kriegler

Bald ist es wieder so weit: Am Samstag, 13. Juli, stellen sich 600 Läufer aus ganz Süddeutschland den Herausforderungen beim Hindernis-Geländelauf rund um Heroldstatt. Erstmalig geht dieses Jahr ein Polizeiteam mit rund 30 Läufern an den Start. Neu ist auch eine Landkarte zum Lauf, wo Hindernisse und Parkplätze eingezeichnet sind, die auch online abrufbar ist. Die Battle-Map ist auch als Flyer erhältlich, direkt beim Sportzentrum in Sontheim. Darüber hinaus hat der Sportclub Heroldstatt als Veranstalter auch dieses Jahr wieder viele Superlative für die Läufer und das Publikum parat. Nach dem Lauf wird das Ereignis mit einer großen Party am Sportheim in Heroldstatt-Sontheim gefeiert.

Bereits fünf Wochen nach der Ausschreibung waren die Anmeldelisten für den X-treme-Battle voll. „Mit 600 Teilnehmern sind wir am Limit. Wir freuen uns, dass der Lauf so gut angenommen wird, aber mehr geht nicht“, sagt Battle-Initiator Flo Beinlich vom SCH, der den Lauf vor sechs Jahren ins Leben gerufen hat – mit einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Der Lauf ist der Höhepunkt der Heroldstatter Sportwoche mit ihrem breit gefächerten Programm (wir berichteten).

21 Hindernisse bei 17 Kilometer langer Strecke

Die Zahlen sprechen für sich: 21 spannende Hindernisse auf 17 Kilometern Strecke erwarten die Läufer, darunter drei große Wasserhindernisse und zwei Schlamm-Hindernisse mit einem Wasserverbrauch von 120 000 Litern Wasser. Mehr als 100 Helfer sind im Einsatz, innerhalb und außerhalb des Sportvereins – zum Beispiel bei den Essens- und Getränkeständen am Sportheim, als Streckenposten und Betreuer, beim Auf- und Abbau. Nur ein Superlativ fehlt dieses Jahr: Star-Läufer Darko Tesic, der den Heroldstatter X-treme Battle fünf Mal in Folge gewonnen hat. Wegen einer Verletzung kann er dieses Mal nicht teilnehmen.

Unterstützt wird der Lauf auch von der Feuerwehr, ortsansässigen Firmen und Vereinen, Privatleuten und der Gemeinde Heroldstatt – ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Dieses Jahr wird erstmals der vergangenes Jahr neu gewählte Bürgermeister Michael Weber live dabei sein, der den Lauf auf persönlichen Wunsch hin aus nächster Nähe erleben wollte: Für ihn wurde ein Platz im Presse-Shuttle reserviert, das die Hindernisse abfährt und immer ganz dicht dran ist am Geschehen. „Bürgermeister Weber hat uns seine volle Unterstützung zugesagt. Das freut uns sehr“, sagt Organisator Flo Beinlich. Übrigens können auch andere Besucher die Läufer an den Hindernissen live erleben, müssen die Strecke aber zu Fuß oder per Fahrrad abfahren.

30 Polizisten am Start

Beinlich ist Polizeihundeführer in Nürtingen. Über seine beruflichen Kontakte konnte er rund 30 Polizisten für den Lauf in Heroldstatt gewinnen, die beim X-treme Battle mitlaufen und eine eigenes Team bilden, erkennbar an den Mannschafts-T-Shirts. Die Idee für ein eigenes Polizei-Team ist im vergangenen Herbst entstanden - bei einem 24-Stunden-Hindernis-Lauf in Uhingen bei Göppingen, an dem Beinlich teilgenommen hatte. Dort war abwechselnd immer ein Läufer auf der zwei Kilometer langen Strecke unterwegs, bestückt mit zwölf Hindernissen. Das Team von Beinlich hatte in 24 Stunden die meisten Runden absolviert und durfte aufs Siegertreppchen. „Der 24-Stunden-Lauf war ein tolles Team-Erlebnis und so habe ich mir überlegt, die Jungs und Mädels zum X-treme Battle einzuladen.“

Ein Drittel des Polizei-Teams beim X-treme Battle sind übrigens Frauen, also etwa zehn von 30 Läufern. „Die Kolleginnen, die in Uhingen mitgelaufen sind, waren alle super fit und haben sich dort top geschlagen“, sagt Beinlich. Die Polizisten und Polizistinnen stammen aus vielen verschiedenen Abteilungen, darunter die Kripo Lörrach, die Einsatzabteilung der Bereitschaftspolizei Göppingen sowie Polizei-Studenten.

Es zählen Wille und Teamgeist

Für alle „Normalos“: Jeder ist beim Lauf herzlich willkommen, egal wie alt, wie fit oder wie schnell. Außerdem ist es ausdrücklich erwünscht, dass sich die Läufer gegenseitig helfen, wenn ein Hindernis doch mal zu anspruchsvoll sein sollte – innerhalb und außerhalb des Teams. „Jeder läuft sein eigenes Tempo“, betont Flo Beinlich. „Wichtiger als die sportliche Leistung ist das Teamgefühl und dass jeder sein Bestes gibt: Dabei sein, durchhalten und ankommen ist alles – getreu dem Battle-Motto.

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