Pfarrer Gekle mahnt: die Erde schonen

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Zur Bewahrung der Schöpfung und zu einem behutsamen und sorgsamen Umgang mit der Natur hat Pfarrer Marzell Gekle bei der Höhlenmesse in Westerheim angemahnt. Der Seelsorger forderte von den Menschen, mehr Respekt und Ehrfurcht allen Tieren und Pflanzen entgegenzubringen, aber auch den Mitmenschen. Er kritisierte die Ausbeutung der Natur und den Flächenfraß und die Umweltverschmutzung. Ehrfurcht sei aber auch Gott als Schöpfer der Erde und den Menschen entgegenzubringen. Die eine gemeinsame Erde gelte es zu schützen, die „Mutter Erde“ sei zu schonen und zu erhalten.

Bei der Schertelshöhle in Westerheim vor herrlicher Naturkulisse predigte Pfarrer Marzell Gekle. Dort zelebrierte er auch die traditionelle Höhlenmesse, die in diesem Jahr an einem Sonntag stattfand. Der Höhlenverein Westerheim und die katholische Kirchengemeinde Westerheim hatten gemeinsam zu der traditionellen Höhlenmesse eingeladen, zu der zahlreiche Gläubige gekommen waren.

Warum die Höhlenmesse in diesem Jahr an einem Sonntag und nicht am Samstag gefeiert wurde, habe pragmatische Gründe, erklärt der Vereinsvorsitzende Richard Baumann. Die Mitglieder des Höhlenvereins seien das ganze Jahr über sehr ausgelastet und die Zahl der aktiven Mitstreiter nicht zu hoch. Da gelte es die Kräfte zu bündeln. An einem Sonntag sei eine größere Gruppe wegen der Höhlenführungen und der Bewirtschaftung ohnehin im Einsatz, und da könne mit weniger Zusatzkräften das Höhlenfest gestemmt werden. Zudem habe der Verein verzichtet, ein Zelt aufzustellen.

Aufgrund des Personalmangels richte der Höhlenverein auch kein größeres Fest mehr aus, der große und beliebte Tauziehwettbewerb habe letztmals vor vier Jahren stattgefunden. Ob das Tauziehen im Rahmen einer größeren Veranstaltung mal wieder stattfinde, das könne er nicht sagen, so Richard Baumann. Hinter dem Tauziehen stehe ein Fragezeichen, denn mit einer kleinen Mannschaft seien größere Feste nur schwer zu schaffen.

Froh ist der Vereinsvorsitzende, dass trotz einiger weiterer Feste in Westerheim und der Region zahlreiche Gottesdienstbesucher und Festgäste gekommen sind. Sie erlebten einen festlichen Gottesdienst im Freien bei herrlichem Sonnenschein, bei dem Martin Kneer auf dem Keyboard einen feierlichen musikalischen Akzent setzte und die Gemeinde bei zahlreichen Liedern begleitete. Die Gäste hieß Martin Müller willkommen, der Pfarrer Gekle für sein Kommen und seine klaren Worte in der Predigt dankte. Den Besuchern wünschte er einen guten Appetit und schöne Stunden vor der Schertelshöhle. „Genießt den Tag bei uns und kommt mal wieder vorbei“, erklärte Martin Müller vom Höhlenverein.

Rote Lederhosen spielen auf

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gäste eingeladen, an den Tischen und Bänken vor der Schertelshöhle Platz zu nehmen und sich bei einem Frühschoppen und Mittagstisch zu stärken. Die „Höhlenbären“ aus Westerheim servierten Leberkäs und Kartoffelsalat, aber auch Rote und Steaks. Zur guten Unterhaltung spielten dazu die Roten Lederhosen der Musikkapelle Westerheim um Markus Kneer auf. Sie erfreuten die vielen Gäste mit flotter Blasmusik sowie Schlagern und Liedern.

Willi Baumeister, ein Urgestein beim Höhlenverein Westerheim, erinnert sich noch an die Anfänge der Höhlenmesse in Westerheim. Die Idee sei Ende der 1960er-Jahre geboren, als der damalige Pfarrer Hermann Dörflinger den Wunsch nach einer Messfeier im Grünen bei der Höhle äußerte. „Wir vom Höhlenverein waren da gleich dabei und unterstützen den Vorschlag“, berichtet Willi Baumeister. Seitdem habe dann Jahr für Jahr eine Messfeier bei der Schertelshöhle stattgefunden, anfangs meist am Samstagabend. Später sei dann der Gottesdienst auch sonntags als Auftakt bei den großen Höhlenfesten begangen worden. Nur einmal, so erinnert sich Baumeister, habe man den Gottesdienst wegen Regenwetters ins Höhlenrasthaus verlegen müssen.

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