Kirche wegen Pilzbefall geschlossen – auch an Weihnachten

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 Die „Cosmas und Damian“-Kirche hat ein Pilzproblem und wird deshalb bis ins neue Jahr geschlossen sein.
Die „Cosmas und Damian“-Kirche hat ein Pilzproblem und wird deshalb bis ins neue Jahr geschlossen sein. (Foto: Susanne Kuhn-Urban)

Die evangelische Kirche „Cosmas und Damian“ im Heroldstatter Ortsteil Ennabeuren muss bis zum Februar geschlossen werden. Grund ist der Befall des Gebäudes mit dem Hausschwamm, einem holzzerstörenden Pilz. Vorgesehen ist, dass die Sanierung bis Lichtmess, 2. Februar, im kommenden Jahr abgeschlossen ist und in der Kirche wieder Gottesdienste stattfinden können.

„Leider sehen wir uns gezwungen, die Cosmas- und Damian-Kirche nach dem zweiten Sonntag im Advent zu sperren. Sie ist von Hausschwamm befallen. Damit der sich nicht weiterfrisst, muss dringend gehandelt werden. Die Kirche ist bis voraussichtlich Lichtmess geschlossen. Der Kirchengemeinderat Ennabeuren bittet den Kirchengemeinderat Sontheim, dass die Gottesdienste in dieser Zeit in die Peter- und Paul-Kirche verlegt werden können.“ So hat Pfarrer Thomas Knöppler die Kirchengemeinde am vergangenen Sonntag informiert.

Er ist übrigens nur gegen Holz aggressiv, schadet dem Menschen dagegen nicht. Pfarrer Thomas Knöppler

Pfarrer Knöppler bedauert es sehr, dass in der Ennabeurer Kirche in diesem Jahr keine Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden können. „Aber wenn wir zuwarten, frisst sich der Hausschwamm weiter durch das Holz. Er ist übrigens nur gegen Holz aggressiv, schadet dem Menschen dagegen nicht,“ erklärt er.

Jetzt schon geschlossen

Die Ennabeurer Kirche werde schon jetzt geschlossen, da man auf Spezialfirmen angewiesen sei und sich nach deren Verfügbarkeit richten müsse. „Weder Oberkirchenrat noch Architekt konnten uns mitteilen, welche Firmen in der Lage sind, gegen den Befall von Hausschwamm wirkungsvoll zu vorzugehen“, räumt Pfarrer Knöppler ein. Aus Kostengründen müsse Martin Knehr vom Kirchengemeinderat vor dem dritten Advent bereits einige Vorkehrungen treffen, damit die Handwerker nach dem dritten Advent und vor Weihnachten noch erste Maßnahmen umsetzen können, um dem Schwamm Einhalt zu gebieten. Im Verlauf des Januars stünden dann gründliche Arbeiten an, um den Schwamm komplett zu beseitigen. „Ich bin dankbar, dass Martin Knehr die Sache in seine bewährten Hände genommen hat“, sagt Knöppler.

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