Keine Überdachung für Essensausgabe

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Der Besichtigungstour durch Berghalle, Kinderhaus und über die Parkplätze beim Rathaus folgten am Heroldstatter Ratstisch die Abstimmungen zu Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten in und an den Gebäuden sowie zum Bau einer Garage. Im Sitzungssaal sprach sich der Gemeinderat für zahlreiche Erneuerungen aus, kam aber nicht allen gewünschten Maßnahmen entgegen. So wird es keine Überdachung auf der Südseite des Kinderhauses bei der Essensanlieferung geben, die sich Kindergartenleiterin Silke Dieker und Hausmeister Hans Schönhofer gewünscht hatten.

Eine optisch sichtbare Entscheidung traf das Gremium was den Bau von Garagen für Mäh- und Winterdienstfahrzeuge angeht, die bislang zum Teil in dem Pavillon beim Kinderhaus oder in der Garage im Rathaus untergebracht waren. Über den geeigneten Standort argumentierten die Ratsmitglieder direkt auf dem Parkplatz mit Architekt Matthias Ott aus Laichingen. Zur Debatte stand ein Platz in der Nordwest-Ecke des Platzes oder am hinteren, vom Rathaus ausgesehen linken Parkplatzfeld auf der Westseite des Areals. Die Räte sahen den zweiten Standort als geeigneter an und beauftragen Architekt Ott, dort eine Garage bei einer Größe von sechs auf neun Metern zu planen.

Neuer Standort für Glascontainer

Einen weiteren Beschluss fasste das Gremium was die Glas- und Altkleidercontainer auf dem zentralen Parkplatz angehen. Sie sollen zusammen mit diesen von der Schubertstraße beim Regenüberlaufbecken beim Bauhof im Brunnengässle aufgestellt werden, und zwar auf einem gut befestigten Platz, damit gegebenenfalls die Scherben zusammengekehrt werden können. Den genauen Standort wollen die Räte bei einer nächsten Besichtigungstour zusammen mit den Mitarbeiten des Bauhofs festlegen. Wohin ein Carport zur Unterstellung des Dienstautos von Bürgermeister Weber hin soll, ist völlig offen. Für keinen Standort wollte sich das Gremium aussprechen. Wichtig war ihnen die freie Sicht von den Geschäften aus zur Berghalle. Der Carport ist als Ersatz für die weggefallene Garage im Rathaus gedacht, die der Jungfeuerwehr zur Verfügung gestellt wurde.

Prallschutzwand entlang der Bühne

Kleine bauliche Veränderungen wird es in der Heroldstatter Berghalle geben, unter anderem auch aufgrund von Sicherheitsmängel, die der Sportstätten-TÜV festgestellt hat und behoben haben will. Dort wurden die scharfkantigen Rahmen der Verglasungen beanstandet. Den Einbau von Sicherheitsglas stufte Bürgermeister Michael Weber als zu teuer ein und eine Verschalung als unpraktikabel. So sollen die Stäbe jetzt abgerundet werden. Um Unfallverhütungsvorschriften zu erfüllen, muss auf der Bühne der Berghalle eine ein Meter hohe Holzwand gesetzt werden: aus Gründen des Prallschutzes für Sportler und der Gefahr des Absturzes von der Bühne auf den Hallenboden. Diese Zusatzwand wird mit Steckmodulen angebracht und kann bei Veranstaltungen mit Bühnenbenutzung leicht abgenommen werden. 2250 Euro wird der Einbau der Prallschutzwand kosten, mit dem die Gemeinde auch der Arbeitsstättenrichtlinie nachkommen wird.

Gummilippen sind anzubringen

Mehrere schadhafte Gummilippen von Toren zu den Geräte- und Stauräumen sind zu ersetzen, da zwischen Boden und Gummilippen etwas Luft ist, in die etwa ein Bein eines Sportlers geraden könne. Die Tore würden eine gewisse Verletzungsgefahr darstellen, so der TÜV. Das Anbringen der Gummilippen kostet um die 1000 Euro. Ausgetauscht wird die hintere Außentür zum Stuhllager, an deren Holz der Zahn der Zeit genagt hat und die kaum mehr repariert werden kann. Eine Aluminiumtür ohne Verglasung wird nun eingebaut. „Es ist die letzte Tür aus der Ursprungscharge“, wusste Rudolf Weberruß.

Parkettboden wird abgeschliffen

Und noch eine weitere Baumaßnahme in der Berghalle beschloss der Gemeinderat: Der in die Jahre gekommene Parkettboden im gut frequentierten Karl-Ehmann-Saal der Berghalle wird abgeschliffen und frisch geölt und eingelassen. Vor allem an der Südost-Seite des Veranstaltungsraums war der Boden stark in Mitleidenschaft gezogen, wovon sich die Räte ein Bild machen konnten. Einzelne Parkettstäbchen hatten sich dort bei der Glastür schon gelöst. Die Instandsetzung ist mit 6700 Euro veranschlagt. Bei der Tour durch die Berghalle begleitete Hausmeister Christian Lehmann die Gemeinderäte und beantwortete gerne ihre Fragen.

Holz-Pavillon angeschaut

Zudem nahmen die Ratsmitglieder den Holz-Pavillon zwischen Berghalle und Kinderhaus in Augenschein. Der Lagerraum dort sei nicht optimal genutzt, mit Regalen und einem Zwischenstock könne der Lagerraum vergrößert werden, zumal Mäh- und Winterdienstgeräte in der neuen Garage ihren Platz finden sollen. Hausmeister Hans Schönhofer und Kindergartenleiterin Silke Dieker begleiteten die Gäste auf die Südseite des Kinderhauses zu der dortigen Zufahrt, auf der auch das Mittagessen für die Kindergartenkinder während der Woche angeliefert wird. Damit die Fahrzeuge besser zu wenden sind, billigten die Räte entlang der Zufahrt im Kurvenbereich eine Wendeplatte.

Das Dach kommt vielleicht 2020

Einem Wunsch von Hans Schönhofer und Silke Dieker kam das Gremium nicht nach, die sich eine Überdachung im Bereich der Essensausgabe wünschten, damit das Personal bei Regen besser geschützt sei. Das Dach könne nicht verlängert und nach vorne gezogen werden und ein Anbau passe optisch nicht zum Gebäude, meinte Architekt Matthias Ott. So sahen es auch Michael Schaaf und Rudolf Weberruß. „Wenn wir was halbwegs Ordentliches wollen, wird es nicht billig“, sagte Weberruß. Das Thema wollen die Räte im nächsten Jahr erneut aufgreifen. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, erklärte dazu Bürgermeister Michael Weber.

Ausgesprochen hat sich das Gremium für den Einbau einer Trennwand im Dachgeschoss des Kinderhauses im Technik- und Heizraum, was aus brandschutztechnischen Gründen vorgeschrieben ist.

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