Heroldstatt wählt: Was Sie über die Bürgermeisterwahl wissen müssen

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Wer wird der neue Chef im Heroldstatter Rathaus? Bewerbungen sind von Samstag an möglich, und zwar bis 10. September. Einen neue
Wer wird der neue Chef im Heroldstatter Rathaus? Bewerbungen sind von Samstag an möglich, und zwar bis 10. September. Einen neuen Bürgermeister wählen die Heroldstatter Bürger am Sonntag, 30. September. Der Gemeinderat hat den Wahltag nun offiziell festgelegt. (Foto: Steidle)

Der Termin für die Bürgermeisterwahl in Heroldstatt ist jetzt fix. Die Bürger Heroldstatts sind aufgefordert, am Sonntag, 30. September, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den in Ruhestand versetzten Ulrich Oberdorfer zu wählen. Den Wahltag legte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig fest, ebenso den einer etwaigen Neuwahl, sollte kein Kandidat beim ersten Urnengang die absolute Mehrheit erreichen. Dann wird am Sonntag, 21. Oktober, gewählt. Eine Besonderheit bei der Bürgermeisterwahl: Der Wahlraum ist diesmal der Sitzungssaal im Rathaus, da dieser barrierefrei zu erreichen ist.

Bevor sich der Gemeinderat mit den Modalitäten der Bürgermeisterwahl befasste, machte der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weberruß noch kurz Ausführungen zur Versetzung von Bürgermeister Ulrich Oberdorfer in den vorzeitigen Ruhestand. Er verlas das Schreiben des Landratsamts vom 19. Juni, das den 53-Jährigen aufgrund des amtsärztlichen Zeugnisses in den vorzeitigen Ruhestand versetzte.

Der Amtsarzt aus Reutlingen habe die Dienstunfähigkeit in einem Gutachten bescheinigt, gegen das Oberdorfer keinen Einspruch erhoben hatte. So habe das Landratsamt die Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit sofort vollzogen, die dann zum 1. Juli in Kraft trat, informierte Weberruß das Gremium: „Die Amtszeit von Bürgermeister Ulrich Oberdorfer endete aufgrund der Verfügung des Landratsamts des Alb-Donau-Kreises am 30. Juni.“

„Wir sind erleichtert“

„Wir sind erleichtert. Wir können jetzt in die Zukunft schauen und Neuwahlen einleiten“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister mit dem Hinweis, dass er zu dem Thema nicht mehr viel Worte verlieren werde. Denn zum krankheitsbedingten Fehlen Oberdorfers sei in den vergangenen Monaten viel geredet, diskutiert und geschrieben worden. Die Problematik um den erkrankten Bürgermeister habe lange genug den Gemeinderat und seine Person beschäftigt, jetzt könne ein Schlusspunkt gesetzt werden. Der Weg für Neuwahlen eines Bürgermeisters sei nun frei.

Und mit diesem Thema befasste sich dann der Heroldstatter Gemeinderat und legte neben dem Wahlsonntag am 30. September und der möglichen Neuwahl am 21. Oktober auch die Stellenausschreibung und die Bewerbungsfristen fest.

Die Stelle des Bürgermeisters wird am Freitag, 13. Juli, im Staatsanzeiger und in verschiedenen Tageszeitungen ausgeschrieben, Bewerbungen für den frei gewordenen Bürgermeisterposten können frühestens am Tag nach der Veröffentlichung im Staatsanzeiger, sprich ab dem 14. Juli, eingereicht werden. Eine relativ lange Bewerbungszeit legte das Gremium fest, nämlich bis zum Montag, 10. September, um 18 Uhr. Sollte ein zweiter Urnengang notwendig werden, endet die Einreichungsfrist für Bewerbungen am Montag, 8. Oktober, um 18 Uhr.

Rudolf Werberruß als stellvertretender Bürgermeister begründete den relativ späten Wahltag am 30. September, der gemäß der Gemeindeordnung spätestens drei Monate nach Freiwerden der Stelle zu erfolgen hat, wie folgt: „Da die gesamte Wahlorganisation in die Sommerferien fällt und wir einen möglichst langen Zeitraum zur Bewerbung des Bürgermeisterpostens für sinnvoll erachten, schlagen wir den letztmöglichen Termin vor, nämlich den 30. September.“ Zudem wolle die Gemeinde Heroldstatt nicht mit der Bürgermeisterwahl in Westerheim kollidieren.

Lange Bewerbungsfrist

Zur folglich relativ langen Bewerbungsfrist vom 14. Juli bis 10. September sagte Weberruß weiter: „Wir wollen gezielt eine möglichst lange Bewerbungsfrist, um möglichste viele qualifizierte Bewerber zu bekommen.“ Gleich nach Ende der Bewerbungsfrist am Montag, 10. September, treffe sich der Gemeindewahlausschuss, um die Zulassung der Kandidaten zu überprüfen. Der Gemeinderat sprach sich für eine öffentliche Vorstellung der Bewerber aus, wollte aber den Tag und den Ablauf noch nicht festlegen. Das soll erfolgen, sobald feststehe, wie viele Kandidaten den Bürgermeisterposten anstreben. „Da warten wir ab und legen dann alle Modalitäten der Kandidatenvorstellung fest“, so Weberruß.

Die Bürgermeisterwahl in Heroldstatt findet also am Sonntag, 30. September, statt, und zwar zur üblichen Zeit von 8 bis 18 Uhr. Die Wahlurnen stehen diesmal im Sitzungssaal des Rathauses, was die Gemeinderäte begrüßten: Denn so sei ein barrierefreier Zugang möglich und auch gehbehinderte ältere Menschen könnten ebenerdig ins Wahllokal gelangen. Einstimmig festgelegt wurde der Wahlausschuss mit Rudolf Weberruß als Vorsitzender und Dietmar Frenzel als dessen Stellvertreter. Die Beisitzer sind Michael Schaaf, Hans Barth, Michael Keirat und Hans-Peter Erz. Die jeweiligen Stellvertreter sind Werner Knehr, Simone Ratajczyk, Manuela Hettrich-Wiedemann und Hedi Zinn-Ziegel.

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