Für ein schnelleres Internet wird in Heroldstatt gesorgt: Bauarbeiten zum Einlegen der Glasfaserkabel hat der Gemeinderat verge
Für ein schnelleres Internet wird in Heroldstatt gesorgt: Bauarbeiten zum Einlegen der Glasfaserkabel hat der Gemeinderat vergeben. (Foto: dpa)

Heroldstatt - Im zweiten Anlauf erfolgreicher und unterm Strich rund 300 000 Euro gespart: Dies trifft für die Gemeinde Heroldstatt zu, die jetzt den Breitbandausbau für ein schnelleres Internet auf den Weg gebracht hat. Eine erneute Ausschreibung für die zu bauende Breitbandleitung von Breithülen am Heroldstatter Rathaus vorbei ins Gewerbegebiet „Auf dem Wörth“ fiel wesentlich günstiger als die vom Vorjahr aus. Auch deshalb, weil der Ast vom Rathaus bis zur Schule in Ennabeuren nicht mehr benötigt wird.

Zwei Lose vergeben

In zwei Losen hat der Heroldstatter Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend die Tiefbauarbeiten vergeben, um in einem langen Graben die Glasfaserkabel einlegen zu können. Den Zuschlag für das Los eins für den Breitbandausbau vom Gewerbegebiet Sontheim bis zum sogenannten PoP beim Rathaus, einer Breitband-Übergabestelle (Point of Presence), erhielt die Firma Riedlberger Bau GmbH aus Schiltberg/Bayern zum Angebotspreis von 790 900 Euro. Mit den Erdarbeiten und der Kabelverlegung von der PoP-Stelle am Rathaus bis nach Breithülen wurde die Firma Leonhard Weiss GmbH & Co. KG für rund 453 000 Euro beauftragt.

Große Preisspannen

Wie Fachingenieur Frank Ludwig vom Planungsbüro „Pirker und Pfeiffer“ aus Münsingen den Räten darlegte, seien die Preisspannen bei den Angeboten sehr breit ausgefallen: Bei Los eins sei das höchste Angebot bei fast 1,5 Millionen Euro gelegen, bei Los zwei bei 931 000 Euro. Jeweils zwölf Firmen seien angeschrieben worden, jeweils fünf hätten sich für die Aufträge interessiert.

Bürgermeister Michael Weber erläuterte dem Gremium, warum sich die zweite Ausschreibung der Tiefbauarbeiten zudem gelohnt habe: Weil nun auf die ursprünglich angedachte Verbindung von der Hauptleitung zur Grundschule in Ennabeuren verzichtet werden kann.

Glasfaserausbau in Ennabeuren

Zwischenzeitlich hat die Telekom den Glasfaserausbau in Ennabeuren ausgebaut. Durch das sogenannte Vectoring, eine Technologie mit der das über Kupferkabel bezogene Internet beschleunigt wird, seien in Ennabeuren bereits Bandbreiten bis zu 100 m/bits möglich. „Damit kann der geplante Anschluss für Ennabeuren ohne Verminderung der vorgesehenen Leistung zurückgestellt werden“, sagte Weber. Einschränkungen gebe es dadurch nicht.

Die große Zeitspanne bis zur Fertigstellung der Bauarbeiten habe es möglich gemacht, gute Ausschreibungsergebnisse zu erzielen, meinten Weber wie Ludwig. „Mit Druck hätten wir die gute Angebote nicht gekommen“, ergänzte Gemeinderat Rudolf Weberruß und sah die Zeitspanne als springenden Punkt.

Keine Eile geboten

Eile sei bei den Tiefarbeiten nicht geboten, da die Breitbandverlegung und der Ausbau des Breitbandnetzes mit dem Alb-Donau-Kreis und der Komm.Pakt.Net abgestimmt sei. Denn zunächst müsse eine Anschlussleitung von Schelklingen aus über Justingen und Ingstetten nach Breithülen verlegt werden. Ein zweiter Anschluss soll aus Sicherheitsgründen später von Suppingen her erfolgen. „Jetzt gehen wir in den Volzug für ein schnelleres Internet“, betonte Bürgermeister Weber. Die Leerrohre sollen bis Juni 2020 verlegt sein, dann werde das Galsfaserkabel eingezogen.

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