Ferienkinder haben viel über die Trinkwasserversorgung.
Ferienkinder haben viel über die Trinkwasserversorgung. (Foto: gemeinde)
Schwäbische Zeitung

Im Rahmen des diesjährigen Ferienprogramms haben Hausener Kinder mit Betreuerin Beatrix Billing das Pumpwerk Herlighof der Bussenwasserversorgungsgruppe (Buwag)besucht. Bürgermeister Hans Rieger begrüßte die Kinder sowie Betreuer und ging auf den Wert des Trinkwassers ein. Für die meisten sei es selbstverständlich, den Hahn aufzudrehen und dass dann Wasser fließt. Aber woher kommt es eigentlich, was steckt dahinter und wer kümmert sich überhaupt darum, dass genug Trinkwasser zur Verfügung steht. Diesen Fragen ist die Gruppe nachgegangen.

Hubert Betz, stellvertretender Wassermeister der Buwag, stellte den Kindern die Anlage beim Herlighof vor und erklärte, wo das Wasser herkommt. In diesem Jahr wird die Bussenwasserversorgungsgruppe 90 Jahre alt. Dieser Zweckverband wurde am 12. Juli 1928 in Oberstadion gegründet. Seine Aufgabe besteht darin, den Mitgliedsgemeinden trinkbares Wasser zu liefern. Seit 1980 ist die Gemeinde Hausen am Bussen dort Mitglied, berichtete Bürgermeister Rieger.

Fast 70 Prozent des Trinkwassers bei der Buwag kommt vom Herlighof, ist also Eigenwasser. Dort gibt es drei Quellen. Und 30 Prozent wird von der Jungholzgruppe aus Alberweiler als Fremdwasser bezogen.

Zwölf Gemeinden mit etwa 25 Ortschaften werden dabei mit rund 540 000 Kubikmetern Trinkwasser im Jahr versorgt und das über ein Leitungsnetz von mehr als 65 Kilometer Wasserleitungen. Hausen am Bussen bezog in den vergangenen Jahren jährlich etwa 12 000 Kubikmeter Wasser, erklärte Rieger. Größter Wasserabnehmer der Buwag ist derzeit die Gemeinde Obermarchtal mit jährlich rund 100 000 Kubikmeter, erfuhren die Kinder. „Auch während des diesjährigen heißen Sommers hatten wir keinerlei Schwierigkeiten, die Gemeinden mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen“, teilte Hubert Betz mit. Es seien noch ausreichend Wasserreserven vorhanden, ergänzte Bürgermeister Rieger.

Zusammenfassend könne gesagt werden, dass die Anlagen der Bussenwasserversorgungsgruppe dem Stand der Technik entsprechen. Es sei jedoch notwendig, diese Anlagen ständig zu warten und zu pflegen. Besonderes Augenmerk müsse dem großen überörtlichen Leitungsnetz (insgesamt rund 65 Kilometer) und den Hochbehältern geschenkt werden. Das alles koste Geld, weshalb die Gemeinden von den Bürgern einen Wasserzins erheben.

Die Kinder hatten sichtlichen Spaß und Interesse am Pumpwerk Herlighof und den beiden großen Trinkwasserbehältern. Aus dem Munde eines Kindes war zu hören: „Seien wir froh, dass wir hier a gscheit`s Trinkwasser haben.“ Zum Schluss galt der Dank Hubert Betz für die Führung und Beatrix Billing für die Begleitung und Organisation.

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