In Hausen am Bussen können bald neue Eigenheime entstehen.
In Hausen am Bussen können bald neue Eigenheime entstehen. (Foto: Armin Weigel)

Zwölf neue Bauplätze sollen in Hausen am Bussen langfristig entstehen. Acht sollen bereits im kommenden Jahr erschlossen werden, weitere vier könnten dann je nach Bedarf folgen. Dafür investiert die Gemeinde langfristig rund 672 000 Euro.

Bereits in der zurückliegenden Gemeinderatssitzung hatte das Gremium mit Planer Stephan Schranz über die Erschließung gesprochen. Einige Themen waren damals jedoch noch offen geblieben. Diese hat das Gremium am Dienstag bei der jüngsten Sitzung geklärt. So hatten die Ratsmitglieder darüber diskutiert, ob im neu zu erschließenden Bereich Gehwege angelegt werden sollen. Bürgermeister Hans Rieger empfahl dies, auch weil im bereits bestehenden Bebauungsplan Gehwege vorgesehen sind.

Großzügiges Baugebiet

Auch das Gremium sprach sich am Dienstag für Gehwege aus. Diese sollen allerdings, anders als bisher geplant, talseitig angelegt werden. So könnten unterliegende Grundstücke bei Starkregen besser vor Überschwemmungen geschützt werden, erklärte Schranz. „Außerdem ist ihr Baugebiet sehr großzügig angelegt, da wäre es jetzt inkonsequent, wenn sie auf Gehwege verzichten“, fügte er hinzu.

Problematisch könnte es dann aber mit dem Anschluss an den Altbestand östlich des neuen Abschnitts werden, erklärte der Ingenieur. Denn wegen des Gehweges würde das Wasser auf der Straße abgeleitet, das vermutlich nicht komplett von den Einlaufschächten aufgenommen würde und so in den Altbestand fließe. „Das wäre eine deutliche Verschlechterung für die bestehenden Anlieger“, betont Schranz. Deshalb soll nahe des Altbestandes ein spezieller Abflussschacht eingebaut werden, der möglichst viel Wasser aufnehmen kann.

Die ersten acht Grundstücke sollen zeitnah erschlossen werden. Vorgesehen ist, die Straße schon einige Meter in den zweiten Abschnitt zu errichten und diese am Ende über Schotterrasen zu entwässern, um die angrenzenden Grundstücke nicht durch Oberflächenwasser zu gefährden. Durch die zusätzlichen Meter Erschließung könne schon der erste Bauplatz im nächsten Abschnitt mit erschlossen werden.

Erster Abschnitt kostet rund 500 000 Euro

Rund 500 000 Euro wird die Erschließung des ersten Bereiches nach Schätzungen des Ingenieurbüros kosten. Für den zweiten kommen nochmal rund 172 000 Euro hinzu, so dass die kleine Gemeinde langfristig insgesamt rund 672 000 Euro in die Erschließung des neuen Baulandes investieren wird.

Noch in diesem Monat soll die Baugrunduntersuchung erfolgen. Die Genehmigung könnte dann im September erteilt werden. Im Herbst sollen die nötigen Arbeiten ausgeschrieben werden. Dem ausführenden Unternehmen soll dann ein großzügiges Zeitfenster für die Umsetzung eingeräumt werden, um möglichst günstige Angebote zu erzielen. „Dann können im nächsten Jahr die ersten Häuslesbauer anfangen“, so Rieger.

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