13 neue Bauplätze für Hausen am Bussen
13 neue Bauplätze für Hausen am Bussen (Foto: Jens Baºttner)

13 neue Bauplätze sollen in Hausen am Bussen entstehen. Während die ersten neun Plätze schon im kommenden Jahr zur Verfügung stehen sollen, sind weitere vier noch Zukunftsmusik. Der Gemeinderat hat sich am Montag über die grundlegende Planung verständigt und ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben.

„Aktuell hat die Gemeinde keinen einzigen Bauplatz mehr zu verkaufen“, sagte Bürgermeister Hans Rieger bei der Gemeinderatssitzung. Um auch in Zukunft jungen Familien die Möglichkeit bieten zu können, sich in Hausen anzusiedeln, sollen jetzt neue Grundstücke am westlichen Ortsende erschlossen werden. Einen entsprechenden Bebauungsplan aus dem Jahr 2004 gibt es bereits. „Auch wenn das einige Vorteile mit sich bringt, hätte man heute wohl manches anders gemacht“, sagte Bauplaner Stephan Schranz.

Plan ist 14 Jahre alt

14 Jahre ist der Plan jetzt alt. „Früher konnten wir allerdings nicht beginnen, weil uns nicht alle nötigen Grundstücke gehörten“, erklärte der Bürgermeister. Das habe sich jetzt aber geändert. Rund 5590 Quadratmeter sollen erschlossen werden. Insgesamt wird das die Gemeinde etwa 461 151 Euro kosten, die über die Grundstückserlöse aber wieder erwirtschaftet werden sollen.

Die genauen Kosten seien derzeit schlecht zu schätzen, erklärte der Planer. „Wir nehmen vernünftige Preise an und kalkulieren bei den Baukosten keine Wahnsinnspreise, die derzeit manchmal abgegeben werden“, so Schranz. Um möglichst günstige Preise bei der Ausschreibung zu erzielen, soll diese langfristig gestaltet werden. Läuft alles nach Plan, könnte die Entwurfsplanung im August abgeschlossen werden. Im Oktober soll dann die Ausschreibung erfolgen, sodass im Frühjahr 2019 mit den Arbeiten begonnen werden könnte.

Unternehmen Spielraum lassen

„Wenn wir den Unternehmen bei der Umsetzung Spielraum lassen, bekommen wir vielleicht keine Mondpreise“, so Rieger. Sollten die Ausschreibungsergebnisse dennoch 30 Prozent und mehr über der Schätzung liegen, empfiehlt Schranz, die Ausschreibung aufzuheben. „Ich bin allerdings zuversichtlich, dass wir für so ein relativ einfaches Projekt auf der grünen Wiese ein Unternehmen finden werden“, fügt er hinzu.

Weil das Baugebiet am Hang liegt, müssen bei der Ausführung einige Dinge beachtet werden. Derzeit ist beispielsweise in einem Abschnitt ein Gehweg an der Hangoberseite geplant. Mit Blick auf die zunehmenden Starkregen sei das aber wenig sinnvoll, erklärte Schranz. Diese seien 2004 noch nicht in den Planungen berücksichtigt worden. Durch den vorgesehenen niedrigen Bordstein würde aber das Hangwasser direkt auf das Grundstück des Unterliegers laufen. Deshalb schlug der Planer vor, einen Gehweg an der Hangunterseite anzulegen. Straße und Gehweg hätten entgegengesetzte Gefälle, sodass das Wasser an der Bordsteinkante besser zurückgehalten werde. Auch die Kanalisation und die Wasserversorgung sind in der Ratssitzung ausführlich diskutiert worden.

Baugrund wird untersucht

Außerdem hat der Gemeinderat am Dienstag das nötige Baugrundgutachten vergeben. Dieses wird das Ingenieurbüro für Geotechnik Henke und Partner übernehmen. „Mit der Firma haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht“, erklärte Stephan Schranz. Die Gesamtkosten für die Untersuchung liegen bei etwa 5594 Euro.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen