Zu schnell bei Starkregen – zwei Schwerverletzte bei Unfallserie auf A8

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Schwäbische Zeitung

Mehrere witterungsbedingte Unfälle haben sich am Samstagabend auf der A8 zwischen Anschlussstellen Mühlhausen und Wendlingen in Fahrtrichtung Stuttgart ereignet. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Die Autobahn musste zeitweise komplett gesperrt werden, weil ein Rettungshubschrauber auf der Fahrbahn landen musste.

Los ging es gegen 17.35 Uhr: Ein 66 Jahre alter Mann kam mit seinem PKW kurz nach dem Tunnel Gruibingen wegen nicht angepasster Geschwindigkeit und Aquaplaning nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Sein Auto kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand.

Der Mann erlitt schwere Verletzungen und musste durch den alarmierten Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden. Neben zwei Polizeistreifen des Verkehrskommissariates Mühlhausen waren die Feuerwehr aus Gruibingen, der Rettungsdienst und ein Abschleppfahrzeug im Einsatz.

Während der Unfallaufnahme und den Rettungsmaßnahmen staute sich der Verkehr auf einer Länge von etwa einem halben Kilometer.

Gegen 18.32 Uhr fuhren drei Motorradfahrer an das Stauende heran und bremsten ihre Fahrzeuge ab. Ein 30 Jahre alter Fahrer eines nachfolgenden Klein-LKW erkannte dies zu spät und fuhr gegen das Heck eines 55 Jahre alten Motorradfahrers. Dieser schlitterte gegen die rechtsseitige Leitplanke und kam nach 70 Metern auf dem rechten Fahrstreifen zum Liegen.

Mann kommt mit Hubschrauber ins Krankenhaus

Einsatzkräfte der Feuerwehr, die sich an der vorgenannten Unfallstelle befanden, rannten zu ersten Hilfsmaßnahmen zu dem schwer verletzten Mann. Der 55-Jährige musste durch einen Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Für die Landung des Rettungshubschraubers musste die Richtungsfahrbahn voll gesperrt werden. Hierdurch kam es zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen.

Die Staatsanwaltschaft ordnete die Erhebung einer Sicherheitsleistung bei dem 30 Jahre alten Unfallverursacher an. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von etwa 30.000 Euro. Zwei Streifen des Verkehrskommissariates Mühlhausen waren neben der Feuerwehr Gruibingen, einem Rettungshubschrauber, einem Rettungswagen und zwei Abschleppfahrzeugen an der Unfallstelle im Einsatz.

Um 20.51 Uhr befuhr ein 35 Jahre alter Mann mit seinem Auto im Starkregen die A8 in Richtung Stuttgart. Kurz nach der Grünbrücke bei Aichelberg kam er aufgrund den Witterungsverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit und Aquaplaning ins Schleudern und prallte mehrfach gegen die Leitplanke.

Auto komplett demoliert

Sein PKW wurde komplett demoliert. Da das Ausmaß des Unfalles zunächst nicht bekannt war, wurden durch die Rettungsleitstelle erneut die Feuerwehr Gruibingen, ein Rettungswagen und ein Notarzt an die Unfallstelle entsandt.

Der 35-Jährige wurde bei dem Unfall aber nicht verletzt. Sein PKW musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden.

Gegen 20.55 Uhr kam es zwischen den Anschlussstellen Kirchheim/Teck-West und Wendlingen noch zu einem vierten Unfall. Auch hier war ein 33 Jahre alter Autofahrer trotz starken Regens zu schnell unterwegs. Er schleuderte aufgrund Aquaplanings in die Mittelleitplanke, dann über alle drei Fahrstreifen in die rechte Schutzplanke und kam entgegen der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen zum Stillstand.

Am Auto des 33-Jährigen entstand Totalschaden in Höhe von etwa 25.000 Euro. Weder der Fahrer noch dessen Ehefrau und Tochter auf dem Rücksitz wurden durch den Unfall verletzt. Auch dieser PKW musste durch einen Abschleppdienst von der Unfallstelle entfernt werden.

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