Klopfgeräusche aus LKW: Polizei entdeckt illegale Einwanderer

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Klopfgeräusche aus LKW: Polizei entdeckt illegale Einwanderer
Klopfgeräusche aus LKW: Polizei entdeckt illegale Einwanderer (Foto: dpa / Stephan Jansen)
Schwäbische Zeitung
Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag drei illegale Einwanderer in einem LKW auf dem A8-Parkplatz „Am Kornberg“ bei Gruibingen entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sollen die drei erwachsenen Männer, ein Afghane und zwei aus Sri Lanka, in Serbien in den LKW gestiegen sein. „Sie waren ziemlich mittellos“, so Rudi Bauer, Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm.

Demnach meldete sich der Fahrer des LKW selbst bei der Polizei: Aus seinem verplombten LKW kämen Klopfgeräusche. Die Polizeistreife entfernte die Plombe am serbischen LKW und öffnete die Türen. Die drei Männer, ein Afghane und zwei aus Sri Lanka, stiegen aus und wurden zuerst einmal mit Wasser versorgt. Laut Polizeisprecher Bauer waren sie jedoch in „keinem schlechten Gesundheitszustand“. Der Afghane soll nach eigenen Angaben 18 Jahre, die zwei Männer aus Sri Lanka 24 und 37 Jahre alt sein.

Zwei bis drei Tage im LKW

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sind die blinden Passagiere in Serbien in den LKW gestiegen und sollen nach Schätzungen der Polizei zwei bis drei Tage dort ausgeharrt haben. Die Männer machten laut Polizei diesbezüglich keine genaueren Angaben. Ihr Geschäft verrichteten sie in dieser Zeit in Flaschen und Tüten.

Der Fahrer wusste laut Polizei nichts von seinen blinden Passagieren, die keine Papiere bei sich führten. Sie waren bisher in Europa auch noch nicht erkennungsdienstlich erfasst worden. Das wurde laut Polizeisprecher Rudi Bauer jetzt nachgeholt.

Der Polizei hätten die drei Männer mitgeteilt, dass jeder von ihnen einem Schleuser in Serbien 1000 Euro für die Überfahrt bezahlt hat. Weitere Anhaltspunkte zum Schleuser liegen der Polizei bislang aber nicht vor. Die zuständigen Behörden – unter anderem die Ausländerbehörde – seien informiert, die Männer bereits auf dem Weg nach Karlsruhe zur Landeserstaufnahmestelle, um ihren Asylantrag zu stellen.

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