Mit einer Hypnoseshow endet das Griesinger Pfingstfest

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Hypnotiseur Martin Bolze versetzte die Leute in Trance.
Hypnotiseur Martin Bolze versetzte die Leute in Trance. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Martin Bolze geht nah an die Leute heran, nicht nur im persönlichen Gespräch, sondern vor allem, wenn er sie hypnotisiert. Zum wiederholten Mal tat er dies jetzt am Ende des Pfingstmontags im Griesinger Festzelt.

Das griechische Wort „hypnos” heißt zu deutsch Schlaf. Trotzdem handelt es sich bei der Hypnose nicht wirklich um Schlaf, sondern um einen Zustand zwischen dem Schlaf- und dem Wachbewusstsein. Da hinein versetzt der Hypnotiseur Leute, die sich darauf einlassen, mit verbalen Anweisungen, die direkt auf das Unbewusste wirken sollen.

Diese Form der Trance ist gekennzeichnet durch einen tief entspannten Wachzustand mit extrem eingeschränkter und auf wenige Inhalte ausgerichteter Aufmerksamkeit. Bei der Präsentation des Phänomens als Bühnenshow ist darauf zu achten, niemand öffentlich bloßzustellen. Erfahrene Hypnotiseure wie Martin Bolze, wissen, wo die moralischen Grenzen liegen.

„Es wäre super genial, wenn einige Leute gleich freiwillig kämen“, lädt Frank Zeisel, der langjährige Organisator der Hypnoseshow mit Pharo in Griesingen, zur Teilnahme ein. Acht junge Leute kommen auf die Bühne, darunter ein zwölfjähriger Junge. „Du musst noch ein paar Jahre warten“,, bekommt er, wohl aus Gründen des Jugendschutzes, gesagt und geht ziemlich enttäuscht an seinen Platz im Publikum zurück. Das tun auch zwei junge Erwachsene, bei denen die Hypnose nicht funktionieren kann, weil sie nicht abschalten.

Der verbliebene Rest tut dies und liegt bald „eingeschläfert“ bewegungslos und flach auf dem Boden. Einen nach dem anderen schnippt Pharo mit zwei Fingern auf einen Bewusstseinslevel, der ihm ermöglicht, die Probanden zu Reaktionen herauszufordern. Diese bestimmt er durch seine Vorgabe allerdings selbst. „Alles, was ich dir sage, ist gleichzusetzen mit deinem eigenen Willen“, hat er sie darauf vorbereitet.

Ein 18-Jähriger kriegt den Fuß nicht hoch, weiß nicht, was er werden will, und streckt eine ganze weile den Mittelfinger der rechten Hand in Richtung seines Freundes. „Ich kann aufstehen, du nicht“, suggeriert Pharo einem Mädchen, das daraufhin nicht imstande ist, sich vom Boden zu erheben. Auch wer die folgenden Szenen schon mehrmals gesehen hat, ist immer noch beeindruckt. Der Erfolg der Show ist allerdings abhängig von der Vitalität der Teilnehmer.

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