Griesinger Feuerwehr und Rotes Kreuz retten Kinder

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Kinder hat die Griesinger Feuerwehr am Samstag aus der Schule geholt.
Kinder hat die Griesinger Feuerwehr am Samstag aus der Schule geholt. (Foto: SZ-Fotos: kurt Efinger)
Kurt Efinger

Das Griesinger Grundschulgebäude hat nur eine Tür. Wäre diese einmal versperrt, hätten Kinder keine Chance, das Haus ohne Hilfe von außen zu verlassen. Diese Tatsache veranlasste die Griesinger Feuerwehr, am Samstag bei der jährlichen Hauptübung die Rettung von Kindern aus dem Haus zu demonstrieren.

„Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft ist einmalig und wertvoll“, lautet der erste Leitsatz der Grundschule Rißtissen-Griesingen. Er gilt auch für das Recht, das Schulhaus bei Gefahr jederzeit unversehrt verlassen zu können. Bei der Griesinger Feuerwehr weiß man um die Besonderheit des Gebäudes mit nur einer Tür und ist für den Ernstfall gerüstet. Dieser könnte sich bei einem Brand ergeben, aber auch bei einer fremd verschuldeten Sperre des einzigen Ausgangs.

Wie man Kinder trotzdem unbeschadet aus dem zweistöckigen Gebäude befreit, interessierte am Samstag viele Erwachsene und vor allem Schulkinder samt ihren Lehrern, die sehen wollten, wie die Feuerwehr drei ihrer Freunde aus dem Schulhaus holt. Die Annahme, dass dies im Fall eines Brandes durch die Tür der Alten Landstraße zu nicht möglich ist, veranlasste die Feuerwehrleute, auf der Rückseite eine Steckleiter anzustellen, um zu zeigen, dass es möglich ist, mit einem Seil zuvor gesicherte Personen aus dem Obergeschoss zu retten. In kurzer Zeit waren zwei Buben abgeseilt.

Weil der Übung die Annahme eines Brandfalls zu Grunde lag, drangen Atemschutzträger unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen durch den Eingang in das verrauchte Treppenhaus ein und brachten nach kurzer Suche ein kleines Mädchen zum Vorschein. Die geretteten Kinder wurden zur Erstversorgung umgehend in die Obhut der auch für Griesingen zuständigen DRK-Bereitschaft Öpfingen-Rißtissen übergeben. Feuerwehrkommandant Ralf Storf und Rotkreuz-Bereitschaftsleiter Christian Hinterreiter konnten mit der Leistung ihrer Einsatzkräfte zufrieden sein.

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