Zwei „Mühlknappen“ tauchen wieder auf

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Die beiden „Mühlknappen“ tanzten munter auf der Bühne.
Die beiden „Mühlknappen“ tanzten munter auf der Bühne. (Foto: Wassergeister)
Marlena Schuster

In Grün war die Ersinger Mehrzweckhalle für den Brauchtumsabend geschmückt – ganz gemäß den Farben der Ersinger Narren, nämlich der grünen Wassergeister. Zum allerersten Mal fand in Ersingen ein öffentlicher Brauchtumsabend statt. Das hieß, dass auch Zivilisten aus Ersingen oder auswärtige Fasnetsbegeisterte mitfeiern konnten.

„Das haben wir dieses Jahr so gemacht, weil wir keine eigene Fasnet mehr haben, aber die Ersinger nicht ganz ohne auskommen lassen wollten“, erzählte die Vorsitzende Isabelle Kegel-Behning, während sie fast alle vorbeilaufenden Narren persönlich begrüßte. Ein großer Aufwand war es für sie und ihre Zunft, denn 300 bis 400 Gäste waren zu erwarten. Darunter vor allem geladene Zünfte aus der Umgebung. Die meisten von ihnen reisten mit großen Reisebussen in das kleine Ersingen ein.

Für den reibungslosen Ablauf des Abends sorgten neben der Security vor allem die Zunftmitglieder der Ersinger Wassergeister: „Heute muss jeder herhalten – sogar die ganze Familie ist eingespannt“, so Kegel-Behning. Der Verdienst, den die Narrenzunft durch Einnahmen an den Ständen macht, kommt der Vereinskasse zugute. Diese steht auch gleich wieder für die bevorstehenden Ausfahrten mit dem Bus bereit. Oder das Geld wird für Süßigkeiten, die die Schulkinder beim jährlichen Schulaustreiben bekommen, ausgegeben.

Mit brennenden Wunderkerzen liefen die Wassergeister auf die Bühne und begannen somit ihren Brauchtumsabend. Stolz präsentierte Ehrenzunftmeister Michael Schiefer die vorbereitete Überraschung: Die Wassergeister erschufen nämlich zwei neue Einzelfiguren. Die beiden „Mühlknappen“ kommen auch in der Geschichte zur Herkunft der Wassergeister vor. Die zwei Knappen gingen laut Sage an der Donau entlang, als sie die Wassergeister entdeckten. Beim Schießen auf die Wassergeister wurden sie prompt von ihnen ins Wasser gezogen und seitdem nie wieder gesehen. Bis jetzt am Freitagabend in Ersingen, dort tanzten sie recht munter auf der Bühne.

Anschließend waren die anderen Zünfte an der Reihe, ihre Show- und Maskentänze den Fasnetsfreunden zu präsentieren. Doch nicht nur Tänze waren geboten. Für gute Stimmung durch fetzige Musik sorgten zum Beispiel die Schalmeien aus Senden.

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