Zwei Landestitel und zwei zweite Plätze

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 Das Bild zeigt die erfolgreichen Kaderathleten des TSV Erbach. Es fehlt Mark Zeiss.
Das Bild zeigt die erfolgreichen Kaderathleten des TSV Erbach. Es fehlt Mark Zeiss. (Foto: TSV Erbach)
Schwäbische Zeitung

Die Judoka des TSV Erbach haben an Wettbewerben auf Bundes- und Landesebene teilgenommen. Mit zwei Landestiteln, zwei zweiten Plätzen in Nürtingen und einer beeindruckenden Leistung beim Sichtungsturnier des Deutschen-Judo-Bundes in Halle/Saale war man beim TSV Erbach sehr zufrieden über die Leistungen der Athleten.

Für die Udsilauri-Zwillinge Daniel und George ging es zum 6. Saale-Pokal-Turnier, einem DJB Sichtungsturnier der U17, nach Halle. Hier präsentierten sie sich erstmals als Schüler des Sportinternats Stuttgart dem Bundestrainer BrunoTsafack. Von der Landestrainerin Trixi Kästle in einem Ferien-Trainingslager in Slowenien und im Olympiastützpunkt Sindelfingen regelmäßig trainiert, besiegte Daniel Udsilaurie im Schwergewicht der Klasse über 90 Kilogramm alle Gegner souverän und holte sich den Siegespokal. Sein Bruder George Udsilauri scheiterte dieses Mal an Michael Weber, einem Athleten aus Abensberg. Den Auftakt des Kampfes hatte er noch eindeutig für sich beansprucht, ehe eine taktische Fehlentscheidung seinerseits zur Niederlage führte. Im kleinen Finale um Platz drei holte sich der Erbacher die Bronzemedaille.

Vier weitere Judoka des TSV Erbach kämpften in Nürtingen um die Landestitel der U15. Alle vier gingen als südwürttembergische Meister oder Zweitplatzierte von der Matte. Mark Zeiss (bis 43 Kilogramm) hatte in seiner vollbesetzten Gewichtsklasse alle Hände voll zu tun. Insbesondere der Sindelfinger Alexander Stromberger und Luca Rösch aus Esslingen forderten im Viertel- und Halbfinale seine Kraft und Konzentration. Im Finale traf Zeiss auf seinen Kaderkollegen Philipp Pilz. Bei den „Südwürttembergischen“ besiegte Mark Zeiss den Mengener Kämpfer noch eindeutig, auf Landesebene drehte Pilz den Spieß herum und Zeiss musste sich mit Rang zwei begnügen.

Dimitrij Popp – in dieser Woche bereits beim Deutschland-Entscheid der Schulen in Berlin auf der Matte, bei dem er für das Ehinger Gymnasium alle seine Kämpfe gewonnen hatte – besiegte zum wiederholten Mal seine Mitbewerber um den Titel in der Klasse bis 46 Kilogramm vorzeitig mit Stand- und Bodentechniken. Im Finale traf er auf den Meister aus dem Norden. Johannes Feix aus Heubach war auch nicht in der Lage, das Erbacher Ausnahmetalent zu stoppen, das weiter ungeschlagen in der Meisterschaftsrunde ist.

Bis 50 Kilogramm wurden Anton Popp, ebenfalls gerade aus Berlin zurückgekehrt, und Daniel Paulsin zunächst mit einem Freilos beschenkt. Die Gegner aus Württemberg fanden kein Rezept, um die Erbacher am Finaleinzug zu hindern. Das Finale war eine Neuauflage des vergangenen Wochenendes. Über die komplette Kampfzeit zeigten beide Athleten sehenswertes Judo mit verschiedenen Wurfansätzen und Konterversuchen sowie Bodentechniken, die aber keinem der beiden einen nennenswerten Vorteil brachten. Erst in der Verlängerung, dem Golden Score, gelang Paulsin eine Kontertechnik, die eine kleine Wertung einbrachte. Dies bedeutete Gold für Daniel Paulsin und Silber für Anton Popp, für die beiden Trainingspartner ein sehr gutes Ergebnis.

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