Zwölf renommierte Künstler stellen in Oberdischingen aus

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Schon am Freitag herrschte im Atelier reges treiben.
Schon am Freitag herrschte im Atelier reges treiben. (Foto: sz- dkd)

Die europäischen Tage des Kunsthandwerks finden jährlich immer am ersten Aprilwochenende statt. In diesem Jahr nimmt Künstlerin Marianne Wurst aus Oberdischingen nicht nur mit einer umfangreichen Hausausstellung in ihrem Atelier daran teil, sie hat das baden-württembergische Programm, an dem rund ein Dutzend Künstlerwerkstätten aus dem Ländle teilnehmen, organisiert.

Interessierte Menschen können quasi eine Rundreise durch Baden-Württemberg machen und die verschiedensten Ateliers besuchen. Manche bieten wie ich schöne Ausstellungen an, andere haben für die Besucher Aktionen rund um das Thema Kunsthandwerk vorbereitet“, sagt Wurst. Die Idee der Kunsthandwerkertage stamme ursprünglich aus Frankreich, habe sich aber sehr zügig über ganz Europa bis hin zum Baltikum ausgebreitet. Die Idee dahinter sei es das Kunsthandwerk wieder bekannter zu machen und dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu verbessern, so Wurst, die sich als Mitglied des Vorstandes der baden-württembergischen Kunsthandwerker ebenfalls im Verband organisiert.

„Nicht alle Länder nehmen daran teil, aber das Interesse wachse stetig“, freut sich die Künstlerin, die ein ganzes Jahr lang mit der Koordination der verschiedenen Ateliers und dem Landesprogramm beschäftigt war. Zudem habe sie ihre eigene Ausstellung, in der sie selbst einem Dutzend Künstlern den Raum gibt, ihre Werke zu präsentieren, ebenfalls vorbereiten müssen. „Zusammen mit meiner Tochter war ich alleine damit volle drei Wochen beschäftigt“, berichtet die Oberdischingerin.

Gleichwohl sei sie nun aber auch froh, dass alles so gut klappt und die Kunsthandwerkertage nun endlich starten können. Bereits am gestrigen Freitag kamen allerlei Besucher in ihr Atelier „Filz & Kunz“ nach Oberdischingen. Bis einschließlich Sonntag öffnet sie täglich ab 10 Uhr die Türen zur Ausstellung. Zudem gibt es jeden Morgen nach Anmeldung ein Kunstfrühstück mit den Ausstellern, bei dem zehn Gäste „blumige Spezialitäten“ wie Rosenblütenmarmelade, Heublumenkäse oder Blütenkaffee serviert bekommen. Denn, das Motto in diesem Jahr lautet „Kunstblume“.

„Unser Motto passt sehr gut, aktuell sieht man vielerorts wieder Blumenmuster, beispielsweise in der Mode“, sagt Marianne Wurst, die einige Hochkaräter in Oberdischingen präsentieren kann. So ist beispielsweise Tobias Dingler aus Freiburg mit von der Partie. Der Goldschmied fertigt kunstvollen Schmuck im altchinesischen Mokume-Gane-Stil, in dem er, ähnlich wie bei der Fertigung von Damaszenerstahl, zahlreiche Lagen von Gold und Silber übereinander schmiedet. Edles Porzellan und Keramik sind bei der Ausstellung ebenso zu bewundern, wie die kunstvollen Stücke aus Stoff und Gewebe, die Marianne Wurst und ihre Tochter schaffen.

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