Wie sich die Brillenschlange selbst verspeist

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Musikschulleiter Wolfgang Gebhart zog die Kinder mit seinen Geschichten in den Bann.
Musikschulleiter Wolfgang Gebhart zog die Kinder mit seinen Geschichten in den Bann. (Foto: Fotos: Stadtbücherei Erbach)
Schwäbische Zeitung

Die Schüler der zweiten Klassen konnten sich gar nicht entscheiden, was besser war: Die Geschichte vom Erdmännchen Tafiti, das vor dem Buschfeuer flüchten muss, oder die der Brillenschlange, die sich mangels Brille versehentlich selbst verspeist. Denn Musikschulleiter Wolfgang Gebhart kann beides: super vorlesen und toll Klarinette spielen. Wie die Schlange beim Selbstverspeisen immer kürzer wurde, verlor auch die Klarinette mit jedem Speisegang ein Stück.

Büchereileiterin Marianne Schneider hatte den Musikschulleiter, der auch Dirigent der Stadtkapelle ist, zum bundesweiten Vorlesetag nicht ohne Grund in die Bücherei eingeladen. Bei diesem speziellen Vorleseereignis sollten Vorleser zum Zug kommen, die sonst nicht in der Bücherei oder in der Schule vorlesen. Auch Stadtrat Markus Gerber ist ein Neuling beim Vorlesen, allerdings nur in der Bücherei. Denn zuhause ist er ein fleißiger Vorleser, was Tochter Sophia-Viola im Publikum stolz bestätigen konnte Nach seinem spannendem Abenteuer mit Mammut aus dem „Magischen Baumhaus“ interessierte die Schüler der zweiten und dritten Klasse in der Fragerunde auch sein Betrieb für Haustechnik. Er habe sich schon als Kind im Handwerksbetrieb seines Opas herumgetrieben und so später gerne den gleichen Beruf erlernt.

Auch die dritte Vorleserunde vor zwei vierten Klassen, teilte sich in Lesung und Gespräch. Uschi Zach ist die gute Seele der Leichtathletikabteilung des TSV Erbach, und so wurde sie von den anwesenden sechs Leichtathleten begeistert begrüßt. Ihre spannende Detektivgeschichte „Die unsichtbaren Vier“ wurde zwar erst in der Schule fertig vorgelesen, doch schon früh konnte sich jeder eine Scheibe zur Verschlüsselung mit dem Cäsar-Code basteln.

Und den TSV Erbach, dessen Vorstandsgremium sie ebenfalls angehört, kennen natürlich auch die Fußballer und Judokas im Publikum. Und auch sie konnten schnell erkennen: Sport und Lesen verträgt sich doch super gut.

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