Stadträte besichtigen Erbacher Schulgarten

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Constanze Altmann (rechts) führt durch den Schulgarten.
Constanze Altmann (rechts) führt durch den Schulgarten. (Foto: sz- dkd)

Das Erbacher Schulzentrum mit seinen drei Schulen betreibt seit Längerem einen Schulgarten. Die gelernte Landschaftsgärtnerin, Constanze Altmann, die das Projekt im Rahmen einer 50-Prozent-Stelle betreut, stellte den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses am Montagabend bei einem Vorort-Termin ihre Arbeit und den Schulgarten vor.

„Die Kinder steigen schon früh in den Schulgarten ein. Je nach Altersgruppe verändern sich auch die Aufgaben“, sagt Altmann. Die Jüngsten starten niedrigschwellig mit Sonnenblumen und Radieschen, die Ältesten beschäftigen sich dann mit Getreide und Kartoffelanbau. „Die Schüler der neunten und zehnten Klassen fertigen in Projektgruppen aber auch Hochbeete oder legen Steinplatten als Wege. Andere lernen Rosen zu schneiden“, informierte Altmann die Stadträte. Neben dem Anbau lernen die Kinder aber auch Schädlingsbekämpfung. So wurden beispielsweise erst kürzlich Kartoffelkäfer und Schnecken gesammelt.

Das produzierte Gemüse wird unterschiedlich verwendet. Während Salat und Kräuter an die Mensa gehen und dort für das Mittagessensangebot verwendet wird, werden die Kartoffeln von ihren Erzeugern beim jährlichen Kartoffelessen des Schulgartens vertilgt. Das Getreide wird nach der Ernte getrocknet, gemahlen und verbacken, sodass die Schüler den ganzen Ablauf vom Korn zum Brot mitbekommen.

„Wir schauen, dass nichts weggeworfen wird, um den Kindern somit ein Gefühl und eine Achtung für die Lebensmittel mitzugeben, damit ein Bewusstsein geschaffen wird gegen das Wegwerfen. Die Schüler jetzt sind die Konsumenten von morgen“, sagt Altmann, die mittlerweile als Unterstützung auch einen Mitarbeiter vom europäischen Freiwilligendienst hat. Dieser kümmert sich beispielsweise am Wochenende darum, dass gegossen wird, sodass nichts vertrocknet.

Das Interesse am Schulgarten sei groß und die Garten-AG habe reichlich Zulauf. Dadurch werde aber der Verwaltungs- und Koordinierungsaufwand auch immer größer. Als Wunsch äußerte Altmann: „Wasser ist ein tolles Element, ein Teich wäre schön.“ Auch der in Planung befindliche Neubau der Sporthalle in unmittelbarer Nähe zum Schulgarten wurde kurz andebattiert. Der Garten soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Eine Anregung war beispielsweise, dass er als Puffer zwischen einem künftigen Parkplatz und den Anwohnern fungieren könnte.

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