Neue regionale Hauptstelle: Donau-Iller Bank investiert in Erbach

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Peter Seibel, Jost Grimm (beide Donau-Iller Bank) Bürgermeister Achim Gaus sowie Donau-Iller Bank-Vorstand Gerhard Deuringer und
Peter Seibel, Jost Grimm (beide Donau-Iller Bank) Bürgermeister Achim Gaus sowie Donau-Iller Bank-Vorstand Gerhard Deuringer und der ehemalige Vorstandssprecher Hans-Peter Hirling präsentieren die Planungen für die Erbacher Innenstadt. Im Laufe der kommenden Jahre wird die Innenstadt Erbachs so ein ganz neues Gesicht bekommen. (Foto: Johannes Nuß)

Die Donau-Iller Bank will in der Erbacher Innenstadt Millionen in die Entwicklung investieren. Das gaben am Dienstagmorgen der Erbacher Bürgermeister Achim Gaus und der Vorstand der Genossenschaftsbank, Jost Grimm, Gerhard Deuringer und Peter Seibel sowie der ehemalige Vorstandssprecher Hans-Peter Hirling – gebürtiger Erbacher – bekannt. Eine genaue Investitionssumme konnte keiner nennen, da dafür die Planungen noch zu unausgereift sind. „Aber es werden schon mehrere Millionen“, sagte Hans-Peter Hirling.

„Die Stadt Erbach erhält ein neues Gesicht.“ Diese Aussage konnten am Dienstag sowohl der Erbacher Bürgermeister Achim Gaus als auch der Vorstandssprecher der Donau-Iller Bank, Jost Grimm, unterschreiben, als die neuesten Pläne für die Erbacher Innenstadtentwicklung vorgestellt wurden. Die Pläne haben es in sich. In den kommenden Jahren soll – wenn es nach den Wünschen der Banker und der Verwaltung geht – gleich an vier Stellen auf insgesamt rund 6000 Quadratmetern in zentraler Lage an der Erbacher Erlenbachstraße gebaut werden. Unter anderem soll auf dem Messerschmitt-Areal eine regionale Hauptstelle der Bank entstehen.

„Erbach ist uns wichtig“

Im Zuge dessen hatte Vorstandssprecher Jost Grimm die groben Pläne für die kommenden Jahre erläutert. „Der Standort Erbach ist uns sehr wichtig“, sagte Grimm und zeigte sich erfreut darüber, dass die Stadtverwaltung gleich zum Einstieg der Gespräche ein offenes Ohr für die Anliegen der Donau-Iller Bank gehabt habe. So war ursprünglich das Grundstück der alten Metzgerei Häußler als Standort für die neue regionale Hauptstelle geplant gewesen. „Für eine Bank ist der Standort dort aber nicht optimal“, sagte Grimm während der Vorstellung der Pläne. Gekauft hat die Bank das Areal trotzdem, in den kommenden Jahren sollen hier neue Wohnungen und Gewerbeeinheiten entstehen, diese würden hier besser passen. Hinzu kommen zwei weitere Grundstücke in der direkten Nachbarschaft von Rathaus und neuem Standort der Bank. Die derzeitige Geschäftsstelle an der Erlenbachstraße wird im Zuge der Neueröffnung geschlossen, konkrete Pläne zur Nutzung der alten Räumlichkeiten gebe es noch nicht, Gespräche laufen aber derzeit. Bürgermeister Achim Gaus deutete zumindest an, dass das Gebäude im Zuge der Rathaussanierung als Ausweichquartier herhalten könnte.

Noch stecken die Planungen aber in den Kinderschuhen, weshalb auch noch keiner der Anwesenden etwas zu den konkreten Kosten der Bauvorhaben sagen konnte. „Mit der Vorstellung der Pläne möchten wir in erster Linie Gerüchten in der Stadt entgegen wirken, die entstehen könnten im Zuge unserer Planungen“, sagte Jost Grimm. Jeder solle wissen, wer hier investiert und was geschehe. Lediglich die Planungen für die neue regionale Hauptstelle sind etwas ausgereifter, wenngleich auch hier noch keine konkreten Zahlen genannt wurden. So plant die Bank im Erdgeschoss des noch zu bauenden Gebäudes die Einrichtung der Geschäftsräume, darüber sollen Wohnungen entstehen. Mit Blick auf die Angebote einer regionalen Hauptstelle will die Bank auch Parkplätze zur Verfügung stellen. Dazu ist angedacht, unter dem Gebäude eine Tiefgarage zu bauen.

Satzungsbeschluss eventuell im Frühjahr

Wann es losgehen wird, konnte bei der Vorstellung der Pläne noch niemand genau sagen, da die Erbacher Verwaltungsgremien das letzte Wort haben werden. „Im Technikausschuss Ende September könnte mit der Vorbereitung des Bebauungsplanes begonnen werden, der dann im Oktober in den Gemeinderat eingebracht werden kann“, sagte Bürgermeister Gaus. Mit etwas Glück könnte man so bis Frühjahr 2019 einen entsprechenden Satzungsbeschluss erarbeiten. Erst dann darf gebaut werden.

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