Mordopfer mit Betonstein im Angelsee versenkt

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Die Polizei suchte den Angelsee großräumig mit Tauchern ab, nachdem die Leiche entdeckt wurde.
Die Polizei suchte den Angelsee großräumig mit Tauchern ab, nachdem die Leiche entdeckt wurde. (Foto: Polizeidirektion Ulm)
Schwäbische Zeitung

Die Schwurgerichtskammer verhandelt ab 16. April den Angelsee-Mord aus Erbach. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat Anklage wegen heimtückischen Mordes aus niederen Beweggründen eingereicht.

Die Vorwürfe richten sich gegen einen mittlerweile 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen albanischer Herkunft. Er soll aus Blutrache im April 2017 einen 19-jährigen, albanischen Staatsangehörigen aus Steinfurt an einen Anglersee bei Erbach gelockt und dort mit einem Hammer erschlagen haben. Den Leichnam habe der in Göppingen wohnhafte Angeklagte dann „in Folie verpackt und mit einem Betonstein beschwert und in dem See versenkt“, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Nach etwa einem Monat trieb der Leichnam an die Wasseroberfläche und wurde entdeckt. Die Polizei suchte das Gewässer damals zudem mit Tauchern ab und erhoffte sich Zeugenaussagen von Anglern.

Die Kammer hat sich bei einem Aktenumfang von derzeit 59 Leitzordnern auf einen umfangreichen Indizienprozess eingestellt. Vorsorglich sind 33 Sitzungstage bis Anfang Januar 2019 bestimmt.

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